Das fasst es ganz gut zusammen.
Mehr Features in den kostenpflichtigen Plänen sind ja schön und gut. Aber vielleicht nutzt man sie mangels Zeit / Interesse dafür einfach nicht und hat sie deshalb bisher auch nicht gebucht? Solche Zwangsbeglückungen führen selten zu Freude und Zufriedenheit. Planbarkeit ist hingegen auf jeden Fall ein wichtiger Faktor.
Eine leichtere Bearbeitung der Dokumente oder auch ein Form-Builder wäre für viele Shopbetreiber vermutlich hilfreicher. Oder auch ein standardmäßig vorhandenes Grid-Layout in den Erlebniswelten.
Also will Shopware mit der AGB-Änderungen am Montag den Shopbetreibern per GMV bereits fürs letzte Jahr Gebühren berechnen, sofern man ein GMV über 1 Mio / Jahr erreicht? Oder wie ist das zu verstehen? Werden per Plugin dann auch nur die Daten des letzten Jahres übertragen?
Mehr Features in den kostenpflichtigen Plänen sind ja schön und gut. Aber vielleicht nutzt man sie mangels Zeit / Interesse dafür einfach nicht und hat sie deshalb bisher auch nicht gebucht? Solche Zwangsbeglückungen führen selten zu Freude und Zufriedenheit. Planbarkeit ist hingegen auf jeden Fall ein wichtiger Faktor.
Ich glaube, dass du die Fair Usage Policy nicht ganz verstanden hast. Es geht im Kern darum, dass sich Unternehmen finanziell an der Community Edition beteiligen müssen, wenn sie einen enorm hohen Umsatz damit fahren. Nun hätte man einfach sagen können, dass irgendeine eine Abgabe in Höhe X nötig ist - oder aber, man muss verpflichtend in einen Plan wechseln. Ob du mit den Features eines Rise Plans (inkl. Support) dann etwas anfangen kannst oder nicht, ist hier eigentlich relativ irrelevant - aber diejenigen die sie nutzen möchten/können, die können dann darauf zugreifen.
Der GMV von 2025 ist schlichtweg nicht aussagekräftig genug. Daher sind die Umsätze aus dem gesamten Jahr 2024 zu betrachten, wenn es um die Erreichbarkeit irgendwelcher Höchstgrenzen geht. Und noch einmal: über irgendwelche Grenzwerte kann man immer sprechen. Aber wenn du 50 Millionen EUR umgesetzt hast, dann wirst du einen Plan buchen müssten - und wenn du 100.000,- EUR gemacht hast, dann sicherlich nicht.
liegt das dann nicht an einer falschen Erwartungshaltung?
Das Shopware 6 im Gegensatz zu Shopware 5 stark entschlackt wurde und modular auf die Bedürfnisse des Kunden per Erweiterung zugeschnitten werden sollen, ist kein Geheimnis und wird auch so gesagt.
Ich bin auch der Meinung, das man über einige Dinge die nicht vorhanden sind diskutieren kann, aber dafür gibt es auch das Feedback Portal, von den immer wieder etwas umgesetzt werden.
Unter dem modularen Ansatz kann ich doch dann nicht jeden Tag sagen, das Shopware 5 besser war und Shopware 6 alles fehlt (Ausnahme berechtigter Dinge:)).
Muss ich mir dann nicht die Frage gefallen lassen, ob ich mir Shopware 6 unter falschen Gesichtspunkten vor einem Update angesehen oder vielleicht gar nicht angesehen habe. Lediglich ein Update durchführen, weil Shopware 5 super wärze, kann anhand einer solchen modularen Änderung doch nur zu Frust führen?!
Doch, wir haben hier alle schon verstanden, dass Shopware sich da einen Weg ausgedacht hat, die Community Edition weiter als „Open Source“ bewerben, aber gleichzeitig auch mehr Umsatz daraus erösen zu können, indem man den Shopware Account und den Shopware Store an GMV und die Buchung gebührenpflichtiger Pläne koppelt.
Der Shopware-Account dient ja primär der Verwaltung der Shops und der zugehörgen Lizenzen, die man (kostenlos/kostenpflichtig) bucht. Bei Edeka oder dm müssen Einkommensmillionäre aber auch nicht erst Eintritt bezahlen, bevor sie das Ladenlokal betreten und potentiell etwas kaufen können.
Der Shopware Store ist für mich in erster Linie eine Art Katalog der Erweiterungen von Shopware und Partner-Unternehmen, über den Plugins gebucht werden, also auch Umsatz sowohl für Shopware als auch für die Plugin-Hersteller generiert wird.
Wir haben heute beiläufig einer Mitarbeiterin eines behördlichen Justizariats von diesem Vorgang berichtet und diese meinte, dass es generell ein übles Geschmäckle hätte und sie sich nicht sicher sei, ob Shopware sich im Ernstfalll nicht gemäß § 823 BGB schadenersatzpflichtig machen würde.
Beispiele:
Ein gebuchtes Versandkosten-Plugin wird gekündigt, dadurch funktionslos und es gehen Hunderte oder Tausende Bestellungen beim Fulfillment-Dienstleister versandkostenfrei n die ganze Welt raus.
Das kostenfreie Sicherheits-Plugin wird wegen des fehlenden Zugriffs auf den Shopware-Account nicht aktualisiert, eine Lücke in Shopware, die mit einer neueren Version des Plugins geschlossen worden wäre, wird ausgenutzt und es entstehen entsprechende Schäden.
Sie schickte uns vorhin noch diesen Link zu, aber das wird so wohl nur ein Anwalt richtig beurteilen können - zumal dazu die neuen AGB erstmal vorliegen müssen:
Wir sind jetzt erstmal hier raus und entscheiden ab Montag, was wir dann tun werden und was nicht.
Okay, du wirfst jetzt hier erneut ganz viel Blödsinn in die Runde.
Doch, wir haben hier alle schon verstanden, dass Shopware sich da einen Weg ausgedacht hat, die Community Edition weiter als „Open Source“ bewerben, aber gleichzeitig auch mehr Umsatz daraus erösen zu können
Aber bei einem Kernpunkt des gesamten Themas sind auch wir beide uns doch bestimmt einig: Unternehmen, die 50 Millionen Euro Umsatz mit der kostenfreien Community Edition machen und einen Haufen Geld damit verdienen, können/sollten sich auch finanziell beteiligen und mithelfen das Überleben und die Weiterentwicklung dieser freien Software zu gewährleisten - alles andere wäre extrem unverhältnismäßig. Oder?
Sie schickte uns vorhin noch diesen Link zu, aber das wird so wohl nur ein Anwalt richtig beurteilen können
Nach meinem Dafürhalten sind deine Beispiele natürlich auch nicht haltbar - aber ich bin wahrlich kein Jurist. Aber wenn du z.B. Software, die gekündigt wurde, einfach ignorierst, weiter laufen lässt (bis sie nicht mehr funktioniert) und dir dann dadurch ein Schaden entsteht, dann wird sicherlich nicht der Hersteller der Software dafür haftbar sein. Mein Punkt aber: du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Shopware sich bei so wichtigen Themen nicht bereits im Vorfeld juristisch abgesichert hat?
Es geht aber nicht um 50.000.000,00 Euro, sondern um 1.000.000,01 Euro. Und es geht nicht um eine zweckgebundene Beteiligung an der Entwicklung der CE, sondern um reguläre „Pläne“, die gebucht werden sollen.
Das Verständnis fehlt mir, denn die es beteiligen sich schon alle daran. Nämlich durch die Miete der ausgesprochen teuren Plugins. Shopware selber kann mehr oder weniger nix mehr, nur die Plugins machen das System zu einem funktionierenden Shop.
Naja, fair ist schließlich nicht allgemeingültig. Für mich ist es durchaus fair, dass Shopware für jedes kostenpflichtige Plugin eine Provision erhält, für die Entwicklung, Infrastruktur usw.
Sofern ich mich nicht irre sind das immerhin 30% und das jeden Monat bzw. jedes Jahr und da der Shop ohne Plugins für wahrscheinlich 90% der Nutzer unbrauchbar ist kommt da schon eine Menge zusammen und Shopware hat damit keinen Stress.
Jetzt darf ich mir für (ab) 600 € pro Monat den Zugang zum Store mieten, (ein ziemlich teueres Miet-Plugin), die Plugins werden aber nicht 30% günstiger und die Entwickler bekommen auch nicht 30% mehr.
Heißt also konkret, dass Shopware schon in 2025 von den Shopbetreibern mit mehr als 1 Mio GMV die Buchung der kostenpflichtigen Pläne haben will und daher der GMV rückwirkend zum 01.07.2024 ausgelesen wird, richtig?
Das kann ich mir durchaus vorstellen - aber das ist nur eine VERMUTUNG. Ich habe die gleichen Informationen und die gleichen Quellen wie du. Wobei ich davon ausgehen würde, dass man den Gesamtzeitraum 2024 als Basis zur Berechnung des GMV nutzen könnte.
Wann wird der Zugang zu einem Shopware Account und dem Shopware Store entfernt?
→ Der Zugang wird erst entfernt, nachdem wir persönliche Gespräche mit dir geführt haben und keine gemeinsame Lösung gefunden werden konnte. Eine automatische oder unangekündigte Entfernung des Zugangs erfolgt unter keinen Umständen.
Wenn ihr also signifikante (negative) Entwicklungen von 2024 auf 2025 erwartet, dann lässt sich darüber bestimmt mit einem Shopware Mitarbeiter sprechen. Ebenso höchst wahrscheinlich, wenn euer GMV aus 2024 bei 1 Million + 10,- EUR liegt.
Welche „falsche Erwartungshaltung“ denn?
Dass man die neue Version einer Software nicht schlecher macht und/oder mit weniger Funktionen ausstattet als die vorherige Version? Sowas würde ich unter Logik und Vernunft verbuchen. Es kauft ja auch niemand ein Auto, das plötzlich 5-6 Rückwärtsgänge hat, die Höchstgeschwindigkeit nur rückwärts erreicht und vorwärts in einem Gang nur noch maximal 30 oder 50 km/h fährt.
Das sog. „Entschlacken“ der Software sorgt doch nur dafür, dass man bei Shopware selbst weniger Aufwand für die Implementierung solcher Features hat und die Shops dann mit x Plugins verschiedener Anbieter und unterschiedlicher Qualität laufen. Ob das der Performance, Sicherheit und Bugfreiheit dienlich ist, steht auf einem anderen Blatt. Wie zahlreich sind die Berichte von zerschossenen Shops nach einem Shopware- oder Plugin-Update hier im Forum und auf Bewertungsportalen?
Sorry, aber z.B. kein Blog mehr, kein Form-Builder mehr, kein Grid-Layout in den „Erlebniswelten“ wie in SW5 in den Einkaufswelten usw. - sowas hat man selbst in relativ einfacher Software wie Wordpress drin oder man hat x freie Plugins dafür, da schlicht elementar.
Wenn ich ein Framework haben will, dann nutze ich ein Framework. Wenn ich ein Shopsystem haben will, dann nutze ich ein Shopsystem. Wenn mir aber ein Shopsystem verkauft wird / werden soll und ich muss solche oben genannten Dinge noch selbst dranprogrammieren (lassen) oder per Mietplugins zubuchen, dann fragt man sich, wofür genau man eigentlich immer wieder nochmal bezahlen soll?
Muss Shopware sich dann nicht die Frage gefallen lassen, warum man systematisch derart an den tatsächlichen Bedürfnissen der Shopbetreiber vorbei entwickelt hat, während man sich mit immer neuen Buzzwords und Labels irgendwelcher Analysten aus Übersee schmückt? Sowas wie ein Beta-Tester war man vielfach ja auch noch auf eigene Kosten…
Die „tatsächlichen Bedürfnisse“ sind immer relativ im Auge des Betrachters. Manch einer vermisst das Partnerprogramm, ein anderer Shopbetreiber die Tag Cloud und du nennst den Blog als Beispiel. In deiner Auto-Analogie fehlen hier dann übrigens nicht der Rückwärtsgang oder die Spiegel, sondern möglicherweise lediglich der hässliche Becherhalter und die verstellbare Rückenlehne, die niemand nutzt.
Okay, wie viele Unternehmen, die Shopware nutzen, setzen damit 50 Millionen Euro / Jahr um? Warum kommst Du nun mit 50 Mio Euro an, obwohl die Veränderung ab 1 Mio Euro greift? Andere Open Source-Projekte leben von freiwilligen Beteiligungen, Spenden und dergleichen. Oder eben von Support und technischer Unterstützung wie individuelle Plugin-Entwicklung für Zahlungsanbieter & Co. Euer Modell ähnelt ziemlich dem von z.B. xt:Commerce damals, wo man für einen Zugang zum Download- und Supportbereich jährlich zahlte, aber auch „Open Source“ propagierte.
Für viele Händler hier besteht die Unverhätnismäßigkeit übrigens vor allem darin, ein Shopsystem mit nun geringerem Funktionsumfang als vorher bei oftmals höheren Kosten für Hosting, Customizing, Staging-Umgebung etc. zu erhalten und dafür nun - nach z.B. so manchen notwendig gewordenen Mietplugins, die zuvor vorhandene Funktionen wiederbringen - erneut für Dinge zur Kasse gebeten zu werden, die man meistens eher nicht benötigt. Oder?
Wir wissen noch nicht, wie die neuen AGB aussehen und sind auch keine Juristen, aber es schadet sicher nicht, sich beraten zu lassen. Und welche Software wird denn gleich noch „gekündigt“ bei Open Source? Wie geht das bei Open Source?
Natürlich wird Shopware mit allen möglichen juristischen Winkelzügen versucht haben, seine Änderungen rechtssicher zu machen. Aber selbst, wenn es juristisch nicht angreifbar sein sollte, bleibt wohl (noch) ein Vertrauensverlust bei den Händlern, Agenturen und Partnern hängen.
Warum kommst Du nun mit 50 Mio Euro an, obwohl die Veränderung ab 1 Mio Euro greift?
Ich möchte auch mit dir gerne erst einmal über das Grundkonzept / den Hintergrundgedanken sprechen. Können wir uns auf mein Beispiel einigen? Was denkst du über so ein Unternehmen? Über die Grenzen (1 Million, 10 Millionen etc) können wir uns dann gerne im zweiten Schritt unterhalten.