Ich glaube auf den vorherigen unzähligen Seiten wurde ausführlich dargelegt, dass es gute Gründe gibt, nicht für etwas bezahlen zu wollen, das man ohnehin über die großzügigen Plugin Provisionen schon mitbezahlt. Es geht in dem Vorwand ja um den Zugang zum Plugin Store.
Wie der Thread Titel “Durch die Hintertür zum Shopware Plan” ja schon deutlich sagt.
Wer mit zu hohem GMV trotzdem “nur” eine Community Edition verwendet, hat sicher Gründe dafür. Mein Shop liegt zwar darunter, aber wir bräuchten die Features auch schlichtweg nicht. Erst recht nicht zu diesem Preis. = Preis/Leistung
Dazu kommen noch die Konditionen, die uns davon abhalten einen der Pläne zu wollen: Zwang, Umsatzmeldung, kurzfristige Änderungen, befristetes Angebot, schlechte Planbarkeit.
Auch dieses (US) Investment ist für uns ein Thema, um eher flexibel bleiben zu wollen, anstatt uns teuer noch weiter zu verheiraten. Die Spuren davon waren für mich in den Änderungen der Konditionen schnell erkennbar.
Ursprünglich hatten wir sogar mal eine Professional Edition im Auge. Dann kam aber die Welle der Verschlechterungen.
Wenn Shopware sich wieder deutlich näher an die tatsächliche Community bewegt mit den Konditionen und dem Umgang, wäre das aber evtl. wieder ein Thema.
Wir haben auch immer innerhalb der 4 Stunden eine Antwort bekommen, aber in den wenigsten Fällen war damit auch geholfen, daher verzichten wir jetzt darauf und fordern einen vernünftigen Preis für Evolve.
laut dem Shopware-Blogpost „Mehr Effizienz durch Automatisierung: die verbesserte GMV-Collection“ vom 14. April 2026 ist mit Version 6.7.8 ein automatisiertes Reporting direkt in den Core integriert worden. Konkret werden laut Beitrag täglich kumulierter GMV und Bestellanzahl an Shopware übermittelt, ohne Opt-in und ohne Möglichkeit zur Deaktivierung.
Das Release 6.7.8.0 selbst stammt vom 3. März 2026. Also über fünf Wochen vor dieser Ankündigung. In den offiziellen Release Notes findet sich kein Hinweis auf diese Änderung. Ich kann jedenfalls keinnen finden und es war mir bei Updates auf diese Version auch nicht bewusst. Ich fand jetzt keine Stelle die erwähnt, dass ab dieser Version automatisch Umsatzdaten an Shopware-Server übertragen werden. In der RELEASE_INFO-6.7.md auf GitHub und den Release News vom März im Shopware Blog und der Mail fehlt meinem Stand nach jede Erwähnung.
Dass nach einem Update Daten aus Shopware ausgeleitet werden, war mir nicht bewusst. Geht es auch ähnlich, habe ich eine E-Mail verpasst / übersehen / AGBs durchgerutscht?
Unabhängig davon, ob man das GMV-Reporting inhaltlich für gerechtfertigt hält: Eine Änderung dieser Tragweite gehört prominent und vorab in die Release Notes, damit Händler vor einem Update eine informierte Entscheidung treffen können bzw. diesen kommuniziert werden kann. Der Shopware-Blogpost vom 14. taucht im Shopware Account Händler Bereich auch nicht auf.
lediglich der Service wurde mit 6.7.8 installiert.
Aktiviert wurde dieser erst am 14.04.2026 und hat somit vorher keine Daten aufgenommen oder übertragen.
dass der Service vor dem 14.04. keine Daten übertragen hat, ist gut. Aber das Grundproblem bleibt: Shopbetreiber müssen wissen, was auf ihrem System installiert wird und was es tut und idealerweise bevor es passiert, nicht Wochen danach mit Aktiverung aus der Ferne und per Blogpost.
Geht es SW so schlecht das man so ein Misstrauen hat gegenüber der Benutzern?
Reicht es nicht das die Plugins unverschämt teuer geworden sind?
Steigerung von über 300% zu SW5 teilweise.
Früher hätte man Raubrittertum gesagt dazu.
Nur mal am Rande: vergleichst du wirklich noch Preise von heutigen Lösungen mit Preisen für alte Shopware 5 Plugins? Was hast du denn vor 5 oder 10 Jahren noch für Strom, Benzin, Lebensmittel, Restaurant Besuche und Urlaub bezahlt?
Edit: aber ich kann dich auch irgendwo noch ein Stück weit verstehen. Ich rechne heute sogar noch manchmal von Euro in D-Mark um („das hat damals aber nur 5 Mark gekostet“)
Ähm nein, weil die Plugins gibt es ja teilweise noch für SW5 und dann das gleich in SW6.
Und ja es ist alles teurer geworden, aber nicht 300% in 4 Jahren.
Alleine das es jetzt ABO ist lassen sich manche Entwickler sehr gut bezahlen.
Und ich habe noch nie mit so wenig Plugins gearbeitet wie aktuell, weil sonst die Kosten einfach fortgaloppieren würden.
Hast du denn auch dein Auto verkauft, wohnst ohne Strom in einer Hütte im Wald und baust deine Lebensmittel selber an? Je nachdem wie weit du zurück gehst: es ist alles, teilweise sehr deutlich und in kurzer Zeit teurer geworden. Aber genug dazu - wollte nicht vom Thema ablenken.
Mag ja sein das es dir egal ist, mir aber nicht.
Die Preise sind übertrieben bei vielen Plugins, und die Preise für die Pläne bei SW auch. Vor allem wenn man nichts braucht was sie mitliefern.
Preis hoch Nutzen runter kann man auch sagen.
Es ist ein weiterer erschreckender Schritt, und aus meiner Sicht in die falsche Richtung gegen die Community.
Aber überraschend auch wieder nicht. Was hier passiert, ist doch das Private Equity und Big 4 Playbook für Software Buden. ARR muss gesteigert werden. Dafür muss mehr monetarisiert werden. Es braucht mehr Conversions von der Community Edition zu den Plänen.
Der nächste Schritt wird dann wohl die Senkung des GMV Limit sein, wenn anhand der gemeldeten Zahlen erkennbar ist, in welchem Bereich die Anwender wirklich unterwegs sind.
Ich glaube der Community hier geht es ja nicht darum, nicht für Shopware bezahlen zu wollen. Es ist aus meiner Sicht viel mehr der Weg über die Hintertür zu viel zu teuren Plänen mit wenig Leistung. Hier sollte erstmal die Stellschraube sein. Listenpreise wieder deutlich runter, Leistung hoch. Dann regelt sich die Nachfrage von selbst.
Ich muss hier zustimmen. Den Einwand mit Shopware 5 lasse ich noch gelten, dass man das nicht vergleichen kann. Aber die Preissteigerung Kaufplugins zu Abo Plugins in Shopware 6 war krass. Es waren nicht 5 Prozent oder irgendwas (um die Inflation auszugleichen) sondern deutlich mehr.
Ob es 300% waren kann ich nicht direkt bestätigen, aber es war sehr viel. Wir steigen auch immer mehr auf günstigere Plugins um oder lassen eher selbst programmieren.
Wenn die Shopware Pläne sehr günstig wären und nur die Plugins teuer (oder umgekehrt) wäre es noch okay. Es ist aber beides sehr teuer. Und wir bezahlen bei unseren Shopware Plan noch nicht den vollen Preis da wir noch Rabatt haben, ebenso bei den Plugins da wir noch ein Wechselrabatt von Kauf auf Abo-Version haben.
Eine neue Suche steht bei uns auch an da weiterhin die Shopware eigene Suche (egal ob Standard oder Advanced Search) einfach schlecht ist.
Dies alles und noch Hosting und weitere Dienste die im Shop genutzt werden: manchmal denken wir dass wir nur für Software Abos / Lizenzen arbeiten.
In der Doku steht nichts von einem Service. Bei uns sind Services deaktiviert. Ich kann diese GMV Oberfläche daher in meinem Shop wohl auch nicht finden?
Laut Blog Beitrag kann GMV Reporting nicht deaktiviert werden. Also eigentlich doch?
Kann man den Code dieses Services auch prüfen? Auf GitHub kann ich dazu nichts finden. Der Core ist ja grundsätzlich noch Open Source. Wenn aber zwangsweise ein „Schnüffel-Tool“ nachgeladen werden muss, würde ich dennoch gerne wissen, was da vor sich geht. Der Vorwand, ich könne ja alternativ auf den Store Zugriff verzichten, ist mir natürlich bekannt…
grundsätzlich erklärt der folgende Artikel ganz gut den Hintergrund der Services:
Dass dort auch der GMV-Service auftaucht, habe ich gerade in Auftrag gegeben.
Soweit ich weiß, kann man derzeit den GMV-Service deaktivieren, wenn man z.b. stattdessen die GMV-Erweiterung nutzen möchte.
Ob man den Code einsehen kann, muss ich erst hinterfragen, das weiß ich so aus dem Stegreif nicht. Ich melde mich dazu gern nochmal.
Welche Daten genau übertragen werden, kann man aber spätestens im GMV-Log sehen oder bei uns erfragen oder wird ggf. bald im oben genannten Artikel einsehbar sein
Super, danke für deinen Einsatz, auch am Wochenende!
Ich begrüße alles, was wieder in Richtung mehr Transparenz geht. Ich will nicht unterstellen, dass unerlaubt Daten abfließen. Aber als Verantwortlicher will ich wissen, was und wie abgefragt und nach außen übermittelt wird und insbesondere, ob es Angriffsflächen gibt. Ein Log ist schonmal das Mindeste. Bei Services ist es nach meinem jetzigen Verständnis, im Gegensatz zu Plugins, nicht möglich selbst im Code zu prüfen.
Bleibt denn die manuelle Meldung auch bestehen? Das ist im Blog nicht eindeutig formuliert.
Gibt es denn abgesehen davon bei euch auch irgendwelche Bestrebungen wieder ein attraktives Basis Paket (Listenpreis!) anzubieten? Immerhin ist es eurer Website Abteilung inzwischen gelungen die Community Edition endlich in die Vergleichstabelle aufzunehmen und diese verdeutlicht das Problem meiner Meinung nach. Rise ist nicht mehr als ein Basis Paket für einen Enterprise (Listen-)Preis.
Ich denke, ein großer Teil der Diskussion hier dürfte sich erübrigen, wenn Listenpreis/Leistung einfach wieder passen würden.