Hier macht keiner Stimmung, aber die Shopbetreiber äußern natürlich sowohl Ängste und Befürchtungen als auch Kritik. Und es geht da nicht um die Gebühren über 1 Mio Umsatz, wobei bei 1 Mio GMV der daraus erzielte Gewinn unterschiedlich ausfallen kann. Es geht um
- Vertrauen,
- Planbarkeit,
- Verlässlichkeit,
- Fairness
Mit etwas Empathie kann man das sicher nachvollziehen.
Es ist übrigens taktisch weniger klug, so etwas vor einem Wochenende zu publizieren, wenn Rückfragen per Mail- und Telefon nicht geklärt werden können. Bei JTL wurden die neuen Editionen seinerzeit auch vor oder während der Urlaubssaison angekündigt.
Dass man nun offenbar nicht mehr in den Shopware-Account kommt, ohne den neuen AGB zuzustimmen, BEVOR man sie ggf. seinerseits vorab rechtlich prüfen läßt, wäre aber ein starkes Stück, falls das so zutrifft. Das erinnert eher an Filme über Organisationen, die Angebote machen, welche man nicht ablehnen kann - ob man sie braucht oder nicht.
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Nenne mir bitte ein Unternehmen, welches nach einer AGB-Änderung, dich ohne Zustimmung zu den neuen AGB, weiterhin die „Dienste“ nutzen lässt.
Dein Shopware-Shop läuft auch weiterhin, ohne das du dich in den Shopware-Account einloggen kannst. Die langfristigen Konsequenzen – sind mir alle klar – dennoch, es geht wieder um deine Aussage. Da ist einfach nichts illegal oder kriminell am Einfordern der Zustimmung zu den neuen AGB.
Wiederholt – ja, ich verstehe deinen Frust. Aber bitte, versuche rational zu „argumentieren“. Das bringt keinem etwas, wenn ständig irgendwelche Statements verbreitet werden, die mehr als fragwürdig sind.
Also ich meine mich zu entsinnen, dass z.B. PayPal vorab über eine AGB-Änderung per Mail informiert, auf die dann neuen AGB verlinkt, die in bspw. 2 oder 4 Wochen gelten werden, und den Benutzern die Wahl läßt, Paypal danach weiter zu nutzen oder nicht.
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Ausgenommen die kurze Frist, was ist am aktuellen Vorgehen anders?
Bitte, argumentier jetzt nicht mit der kurzen Frist. In vier Wochen hätten wir gewiss die gleiche „Diskussion“. Und um das klar zu stellen – ich finde die Art der Kommunikation auch extrem schlecht.
Auf den Accounts sind Kreditkarten-Informationen hinterlegt und wir zahlen für die gekauften Plugins. Diese werde ich jetzt abbestellen.
Warum editierst du meinen Beitrag. Gefällt dir die Wahrheit nicht?
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Ich kann eure Gedanken gut nachvollziehen und teile viele eurer Bedenken. Was mich zusätzlich umtreibt, ist die Entwicklung in der Community selbst. Die Stimmung kippt spürbar – und das nicht nur in einzelnen Threads.
Immer mehr langjährige Nutzer:innen, Agenturen und Entwickler:innen ziehen Konsequenzen, prüfen Alternativen oder sind bereits abgewandert. Das Vertrauen in Shopware als „offene Plattform“ gerät ins Wanken – vor allem, wenn tiefgreifende Änderungen wie das Einspielen von Plugins in Entwicklungsumgebungen ohne klare Kommunikation oder Transparenz erfolgen.
Was dabei besonders irritiert: Shopware verdient ja bereits an jedem Plugin mit – und das inzwischen ausschließlich über Mietmodelle. Für viele von uns bedeutet das eine dauerhafte monatliche Belastung, die sich gerade bei mehreren Erweiterungen schnell summiert. Und das ist auch okay – wenn man im Gegenzug Verlässlichkeit, Planungssicherheit und echte Offenheit bekommt. Aber genau das scheint sich aktuell zu verschieben.
Gerade für kleinere Händler, die sich bewusst für ein flexibles, modulares Shopsystem entschieden haben, war Shopware lange Zeit eine starke Basis. Wenn aber das Gefühl entsteht, man wird durch technische Hintertüren in neue Modelle gedrängt – ohne Wahlmöglichkeit –, ist das Vertrauen schnell dahin.
Ich frage mich ernsthaft, wie viele aus der Community diesen Kurs noch mittragen – und wie viele still und leise abspringen, ohne große Diskussionen im Forum. Das ist der gefährlichste Punkt: Wenn die kritischen Stimmen verstummen, weil kaum noch jemand da ist, der sich engagiert.
Ich hoffe wirklich, dass Shopware das wahrnimmt – und zwar nicht nur mit Blick auf die Umsatzzahlen, sondern auf das, was die Plattform groß gemacht hat: eine engagierte, kompetente Community, die sich mit Herzblut eingebracht hat.
LG
Stefan
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Da ich den Beitrag nicht wegen Unangemessen komplett löschen wollte.
Und ja, entschuldige … ich bin durch ein Telefonanruf abgelenkt wurden und habe zu früh auf „abschicken“ geklickt. Hätte den Zusatz noch hinzugefügt, dass ich den Beitrag überarbeitet habe. Hast du inzwischen aber selbst gemacht. Danke.
Und wieso stellst du nur schräge Behauptungen auf und sobald man darauf eingeht, antwortest du nicht mehr?
Argumentiere sachlich, werde nicht persönlich; dann nützt die ganze Argumentation vielleicht auch etwas.
Es stellt sich die Frage, inwieweit man seine Daten aus dem Shopware-Account sichern oder exportieren kann, z.B. den Teil Buchhaltung, wenn man nicht zustimmt. Und in welchem Zeitfenster man bei Ablehnung der neuen AGB von Shopware die Löschung seiner gesamten Daten einfordern kann, da dann kein Vertrag mehr besteht.
Was passiert eigentlich mit jährlich gebuchten Plugins? Wird der Restbetrag erstattet?
Ich habe ein wenig den Eindruck, dass man manche Aspekte vor der geplanten Einführung des GMV-Modells einfach nicht oder zumindesst schlecht durchdacht hat, sorry…
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Da stimme ich dir zu.
Shopware wird dir rechtlich gesehen auch alle Daten bereitstellen müssen, und natürlich auch Kündigungen etc. zulassen, wenn du den AGB nicht zustimmst. Das wirst du dann eben per E-Mail mit Shopware klären müssen.
Andere Unternehmen machen das aber genau so… ist also nicht ein Sonderweg.
werden jetzt seitens shopware schon beiträge gelöscht ???
Wenn du deinen Beitrag von vor 10 Minuten meinst, der primär aus Feuer-Emoticons bestand. Den habe ich gelöscht.
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Andere Unternehmen machen das aber genau so… ist also nicht ein Sonderweg.
Da wäre ich mir nicht so sicher, ich hätte jedenfalls rechtliche Bedenken, dazu folgender Hinweis zu einseitigen AGB Änderungen:
Sie haben sich vorbehalten, die AGB einseitig zu ändern. Der Kunde hat keine Möglichkeit, zu intervenieren oder sonst zu reagieren. Das klingt nach einer unwirksamen Klausel. Sie können aber unter gewissen Umständen den Vertrag einseitig ändern, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
-Nach Vertragsschluss sind unvorhersehbare und nicht beeinflussbare Umstände eingetreten (zB hat sich die Gesetzeslage zu einem Sachverhalt geändert) und
Dadurch wurde das Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung gestört oder die Leistung kann ohne die Änderung nicht mehr oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand erbracht werden (Achtung: die Kriterien hierzu sind sehr hoch),
-Der Vertragspartner darf durch die Änderung nicht schlechter gestellt werden als zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses,
-Die Änderungen der AGB dürfen nicht die Hauptleistungspflichten des Vertrags zwischen den Parteien betreffen.
Wie Sie sehen, sind Ihre Möglichkeiten erheblich eingeschränkt. Aber immerhin. Sofern eines der Kriterien nicht erfüllt ist, sollten Sie bei Änderungen der AGB dem Kunden ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen.
Hast du den Abschnitt „Sofern eines der Kriterien nicht erfüllt ist, sollten Sie bei Änderungen der AGB dem Kunden ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumen“ aus deinem Zitat gelesen? Ich glaube, damit entkräftet sich dein Argument selbst. Ist aber nur meine persönliche nicht-juristische Perspektive.
Hallo,
ich hatte jetzt auch das Bedürfniss mich mal zu äußern:
Wir sind vor ca. 2 Jahren von einem Gambio-Shop auf SW umgestiegen.
Mit dem Umstieg hatten wir erst mal enorme Ranking und auch Umsatzeinbußen.
Nach einigen Monaten kam dann durch das Miet-Model ein nächster Rückschlag, das ließ sich jetzt auch verkraften.
Jetzt dann aber mind. 600 € mehr im Monat - ohne einen angemessenen Mehrwert - nur für das „soziale Gefühl der Beteiligung“.
Klar der Support und AI-Funktionen sind im Rise-Plan dabei, aber hätten wir das gebraucht hätten wir uns den Plan schon geholt. So sind es einfach Mehrkosten ohne das sich etwas für uns ändert. Also keine Investition oder ähnliches, sondern einfach nur Mehraufwand.
Im Vergleich (für Preis uns Leistung): Für 600 € im Monat kann man Pickware ERP Pro inkl. WMS und POS erhalten.
„Die haben es ja, also können die auch ruhig zahlen“ - halte ich für ein sehr schwieriges Argument - siehe die sog. „Reichensteuer“.
Wir haben zwar ca. 6 Mio Umsatz im Jahr, jedoch ist das alles nicht nur über den eigenen Shop generiert. Es kommen einige Bestellung über andere Marktplätze in den Shop, unser Kundenservice gibt die Bestellungen ebenfalls im Shop auf, usw.
Zählt das dann trotzdem zum GMV ? Denn so wie ich es verstehe bleibt es nicht bei den 600 € sondern steigt ab einem Gewissen GMV ? Wo kann man die Preisstaffel dazu finden ?
Ich weiß noch gar nicht wie ich das jetzt unserem GF erklären soll, warum das plötzlich soviel mehr kostet (und noch nichtmal weiß wieviel genau).
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Falls Ihr ein ERP nutzt, könnt Ihr die Bestellungen von den Marktplätzen vielleicht direkt ins ERP importieren, sofern das hinsichtlich der Kosten vorteilhafter ist? Für den Kundenservice gibt es vielleicht auch alternative Möglichkeiten? Es muss halt in Sachen Kosten und Nutzen passen, wenn man am aktuellen Setting etwas ändert.
Ich zitiere mich mal von oben selber, weil deine Fragen in jedem Fall sehr relevant sind:
mein Tipp: am Montag wird ein neuer Thread von Marco (Shopware Community Manager) geöffnet, in dem konkrete Fragen gestellt werden können und die - im besten Fall - auch von Shopware Mitarbeitern beantwortet werden. In diesem Thread wird dabei stark auf den Umgangston (siehe oben den Beitrag von Marco) geachtet und dementsprechend werden sich auch Shopware Mitarbeiter äußern.
Viele Grüße
Abhängig davon, ob euch SW dann ein vernünftiges Angebot unterbreiten kann, das ihr auch verkraften könnt/wollt, gibt es auch die Alternative Plugins „off market“ bei den Herstellern direkt zu kaufen/mieten. Hat halt Nachteile bspw. in der Wartung bei Updates, weil das händisch einzeln geprüft und besorgt werden muss.
Je nach Anzahl und Hersteller der Plugins könnte der Aufwand aber geringer ausfallen, als die Mehrkosten für einen nicht benötigten Plan.
Fraglich ist auch, ob ihr anhand des GMV überhaupt für Rise noch infrage kommt. Ich kenne die aktuellen Details mangels Transparenz der SW Website nicht, aber ich meine es gibt da auch Grenzen nach oben und muss dann einen höheren Plan nutzen.
Wäre jedenfalls für uns als Community interessant zu wissen, wie das bei euch (als einer der angeblich nur 5% betroffenen) dann schlussendlich ausgeht.
Wir sind gerade in der Planung für ein ERP.
Wunschlösung ist eigentlich Pickware ERP und da sind sie Planungen eigentlich auch schon weit fortgeschritten.
Aber das wäre vielleicht nochmal eine Idee in der Überlegung
Grundsätzlich ein spannender Gedanke – allerdings gibt es mit warexo.de bereits eine vollwertige Lösung, die speziell für Shopware-Kunden entwickelt wurde. Die Plattform ist bereits live, produktiv im Einsatz und deckt viele der typischen Anforderungen ab, die sonst durch eine Eigenentwicklung gelöst werden müssten.
Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf warexo, bevor man ein eigenes System aufsetztftssichere Alternative – ganz ohne zusätzliche ERP-Implementierung.
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Bei 6M Umsatz liegt ihr beim Rise-Plan offiziell deutlich über 1.000 Euro, dürfte Richtung 1.500 Euro/Monat gehen. Durch individuelle Vereinbarungen mit Shopware und die „externen“ Bestellungen könntet ihr da natürlich deutlich drunter kommen. Lass es auf ein Gespräch mit dem Sales ankommen.