Habe heute das Plugin „Shopware Store“ aktualisiert auf 4.2.3.
Nun kommt nach jedem Login oben rechts Werbung (?):
Der Link führt auf ein kostenpflichtiges Plugin von TC-Innovations GmbH.
Wie bekomme ich das dauerhaft weg?
Korrigiere mich selbst - es liegt nicht am Shopware-Store, sondern am Plugin „Copyright entfernen oder austauschen“ welches ich ebenfalls aktualisiert habe. Jemand eine Idee, wie ich die Werbung wegbekomme?
Hast du es mal mit „Nicht mehr anzeigen“ probiert?
Hilft teilweise. Wenn ich den Browser ganz schließe und mich später wieder einlogge kommt es trotzdem wieder.
Hab mal ein Ticket beim Pluginanbieter erstellt, vielleicht kann man das irgendwie hinbekommen, das er sich das dauerhaft merkt.
Ich würde das Plugin deinstallieren und das Plugin bei Shopware melden. Das widerspricht potenziell der Richtlinien.
Mal abgesehen davon, dass ich die Sinnhaftigkeit des Plugins infrage stelle.
Wir Shopware intern geklärt, wie ich das mitbekommen habe.
Der Pluginhersteller hat ein neues Update veröffentlicht - die Werbung ist weg, sie wird nicht mehr gezeigt.
Das eigentliche Problem ist für mich weniger, ob man bei so einer Werbung auf „Nicht mehr anzeigen“ klicken kann. Die Frage ist vielmehr, warum Werbung überhaupt nachträglich über ein Plugin-Update im Shopware-Admin erscheinen kann und warum so etwas beim Review nicht auffällt.
Generell würde ich mir wünschen, dass Shopware Plugins im Store insbesondere hinsichtlich externer Datenübertragungen und Berechtigungen wesentlich transparenter prüft.
Wir haben beispielsweise vor einiger Zeit den Mobile Shopmanager für Shopware 6 zusammen mit der zugehörigen Android-App statisch analysiert.
Dabei haben wir unter anderem festgestellt, dass das Plugin eine Shopware-Integration mit Admin- und Schreibrechten anlegt. Beim Einrichten per QR-Code wurden Shop-URL sowie API-Zugangsdaten über einen Server des Anbieters verarbeitet. Bei aktivierten Bestell-Pushbenachrichtigungen liefen ebenfalls Requests über diesen Server, die in der von uns untersuchten Version unter anderem Shopname, Bestellzeitpunkt, Vor- und Nachname des Kunden, E-Mail-Adresse, Zahlungsart und Bestellsumme enthielten.
Der Anbieter weist in seiner eigenen Dokumentation darauf hin, dass der API-Code auf einem eigenen Server gespeichert wird und Push-Benachrichtigungen technisch über den eigenen Server beziehungsweise einen externen Push-Dienst laufen.
Was auf der Serverseite tatsächlich mit den Daten geschieht, können und wollen wir nicht beurteilen. Die Datenübertragung selbst war im Plugin-Code jedoch nachvollziehbar.
Ich behaupte ausdrücklich nicht, dass daran etwas rechtswidrig ist. Für mich sind das aber genau die Punkte, die ein Store-Review transparent machen sollte:
Welche externen Server werden angesprochen? Welche Daten werden übertragen? Warum benötigt ein Plugin Admin- bzw. Schreibrechte? Werden personenbezogene Daten übertragen? Welche Drittanbieter sind beteiligt?
Solche Informationen halte ich für einen Shopbetreiber für wesentlich relevanter als die Frage, ob eine eingeblendete Werbung wieder weggeklickt werden kann.
Vielleicht sollte Shopware seine Prüfmechanismen für Plugins an dieser Stelle grundsätzlich einmal überdenken. Gerade bei Plugins, die Zugriff auf Kunden-, Bestell- oder Zugangsdaten erhalten, sollte meiner Meinung nach sehr genau hingesehen werden.
@borban
Das ist interessant, was ihr da rausgefunden habt. Mal den Macher um eine Stellungnahme gebeten? Ist das nicht Frosh? Wenn es einen technischen Grund gibt (was ich nicht glaube) dann soll das der Macher sagen.
Ansonsten hilft nur hier abstimmen: Shopware App for mobiles – Have an idea? Share it!
Shopware möglicherweise zukünftige eigene Lösung sollte dann natürlich keine Daten an die Shopware Server senden.
Es reicht mir schon wenn man bei Shopware Analytics die Diagnosedaten Übermittlung zustimmen muss. Die Begründung ist abenteuerlich: Feedbackmöglichkeinten gibt’s genug, durch mehr Umfragen und Tiefeninterviews kann das sicherlich ausgebaut werden. Aber dieser letzte Absatz ist ein anderes Thema.
Nein, Frosh ist das nicht, sondern netzperfekt.
Eine Stellungnahme haben wir damals nicht angefragt. Wäre aber tatsächlich interessant, welche technische Begründung es für die weitreichenden Rechte gibt.
Wir haben inzwischen selbst einen Shopmanager umgesetzt. Bei uns bekommt die Anwendung nur genau die Berechtigungen, die für die jeweilige Funktion benötigt werden. Die eigentlichen Shop- und Bestelldaten werden dabei direkt per HTTPS zwischen Mobilgerät und dem eigenen Shop ausgetauscht.
Auch die Geräte werden gezielt mit dem jeweiligen Shop gekoppelt und können einzeln wieder gesperrt werden.
Gerade deshalb hat uns die damalige Umsetzung so irritiert: Sowohl die sehr weitreichenden Berechtigungen als auch die zusätzliche Übertragung von Daten über externe Server des Anbieters sind für diese Aufgabe aus unserer Sicht technisch nicht notwendig. Bei unserer Lösung kommuniziert das Mobilgerät direkt mit dem eigenen Shop – ohne zusätzlichen Server von uns dazwischen.
Dann teste doch das mal von Frosh. Das sieht sehr gut aus. Ich habe ein iPhone und kann es daher nicht nutzen.
Stellt ihr eure Lösung auch in den Store? Ist diese für iPhone geeignet?
Grundsätzlich ist es ja so, dass die erste Version den QA durchläuft hier wird auch definitiv jede Kleinigkeit analysiert. Wenn der Pluginhersteller, in der Version 1.0.1 als Beispiel das ganze umgebaut hat, wird dies nicht mehr durch einen Entwickler von Shopware geprüft sondern lediglich auf die Standards hin automatisiert geprüft.
Dieses Vorgehen finde ich persönlich gut - da ich hier auch schnell wenn nötig Pluginupdates veröffentlichen kann bei entsprechenden Bugs. Man stelle sich vor - es dauert wieder 2-3 Monate bis man eine neue Version veröffentlichen kann weil ggf. ein Bug an einer Stelle vorhanden ist die eben nicht aufgefallen war. Nicht tragbar deshalb finde ich das aktuelle Vorgehen durchdacht und auch zielführend. Es dauert zwar für jedes Plugin eine lange Zeit bis das ganze mal geprüft wurde, aber danach ist man schnell / agil mit Anpassungen.
Die Frage die ich mir hier eher Stelle, warum habt ihr euch das so genau angeschaut - wurde hier etwa das vorhandene Plugin an diversen Stellen mal auch geschaut wie es gebaut wurde um weniger Arbeit zu haben ? Auch nicht fair ![]()
Ansonsten habe ich das ein oder andere Plugin auch im Store bei dem ich mit Sicherheit weiß dass hier auch mal geschaut wurde wie das ganze umgesetzt ist. Kurz gemietet - runtergeladen - gekündigt aber den Code hat man dann ja. ( Hier meine ich nicht eventuelle Kunden die es vielleicht getestet haben und nicht passend war o.ä. sondern Agenturen auch unter anderem die Plugins herstellen.. ) So ist das Business.
Den Trick mit dem Popup im Backend um ggf. auf ein weiteres Plugin hinzuweisen in diesem Fall, war schon findig muss ich zugeben auch wenn es vermutlich nicht ganz sauber rechtlich war ![]()
Frosh werde ich mir vermutlich nicht extra ansehen. Ich habe selbst kein iPhone und wir versuchen inzwischen ohnehin, so wenig Fremdplugins wie möglich einzusetzen.
Wir sind nicht nur Entwickler, sondern selbst Shopbetreiber und entwickeln deshalb sehr stark aus dieser Perspektive. Wenn wir eine Funktion dauerhaft brauchen, bauen wir sie inzwischen lieber selbst, statt uns langfristig von den Update-Zyklen, fehlenden Funktionen oder Preiserhöhungen anderer Anbieter abhängig zu machen. Gerade nach größeren Shopware-Updates dauert es bei manchen Erweiterungen eben doch eine Weile, bis die aktuelle Version offiziell unterstützt wird.
So sind mittlerweile rund 60 eigene Plugins und Erweiterungen entstanden. Da wir aktuell noch kein Extension Partner sind, haben wir dafür inzwischen auch ein eigenes Lizenzsystem entwickelt.
Unser Shopmanager ist dabei keine Nachbildung eines bestehenden Managers, sondern von Grund auf anders gedacht und an unseren eigenen Anforderungen als Shopbetreiber entwickelt worden.
Den möchten wir grundsätzlich ebenfalls in den Shopware Store bringen. Wir warten allerdings noch auf unsere Freischaltung als Extension Partner.
Und nein, die Analyse war nicht dazu gedacht, Entwicklungsarbeit zu sparen oder etwas zu kopieren. ![]()
Zum Kopieren hätte uns die Analyse ohnehin wenig gebracht, denn unser Ansatz ist technisch ein anderer: direkter Datenaustausch zwischen Mobilgerät und Shop, gezielt beschränkte Berechtigungen und kein eigener Server von uns, über den die Shop- oder Kundendaten laufen.
Gerade weil wir selbst Shops betreiben, schauen wir bei Plugins, denen wir Zugriff auf unsere Systeme und Daten geben, einfach etwas genauer hin.
Deinen Punkt zum schnelleren Update-Prozess nach der initialen Prüfung kann ich aber nachvollziehen. Vielleicht wäre bei sicherheits- oder datenschutzrelevanten Änderungen ein zusätzlicher automatisierter Check ein sinnvoller Mittelweg.