Starter Edition wird eingestellt - keine kostenfreie Cloud-Lösung mehr verfügbar?

Ich würde noch warten, vielleicht bis zum Sommer oder Herbst 2022, noch hat man ja genuag bis zum 01.01.2023 zeit. Dann würde ich schauen, ob man in die selb-hosted Version switchen kann… Finde ich eh besser als die Cloud Version, denn so hat man Zugang zu einem riesen Öko-System, App Store von Shopware etc. und das meiste ist auch Drag & Drop

Sorry, habe evtl. eine Info vergessen. Ich bin kein Shopbetreiber, sondern Entwickler. Es geht mir darum was ich Interessenten antworten kann, wenn Anfragen bzgl. Cloud eintrudeln.

In der Tat würde ich dazu derzeit nicht raten. :wink:

Also es ist einfach so, dass meiner Meinung nach, momentan ein anderes Software System aus Kanada sehr dominiert und immer mehr Anweder bzw. Interessenten findet. Denn genau hier hat die Firma richtig angesätzt, nämlich Shopbetreiber ein einfaches Baukasten-Prinzip, was durchaus sehr professionell ist und nciht nur das, diese Firma denkt sogar weiter und bietet ihren Kunden viel Marketing etc. an und genau deswegen hat sicherlich Shopware 6 die Cloud-Version auf dem markt gebracht, um mit zu halten. Deswegen finde ich es ja so merkwüdig, dass plötzlich diese tarife 29€, 79€ verschwunden sind, denn so würden ja noch mehr Kunden zu dem anderen Shopsystem gehen… Ja also in dem Fall würde ich halt meinen Kudnen oder auch Neukunden nicht mehr Shopware Cloud empfehlen, sondern das andere Shopsystem. Oder was man auch machen kann, was ich seber anbiete ich eine Projektorganisation , sprich eine Dienstleistung für z.B. ab 199€, bei dem man dem Kunden eine self-hosted Version Schrift für Schrift erklärt und ihm dann auch noch bißchen Marketing beibring z.B. google ranking, social Media etc. Denn eins darf man nicht vergessen, es gibt einfach Kunden die 0 Ahnung von E-Commerce haben bzw. die haben nicht dieses technische Verständnis um einen E-Shop zu verwalten. Also ich würde beides anbieten, Cloud vond em anderen Anbieter und self-hosted als Projektorganisation, denn die Software von Shpware ist ja ein open Source Quelle, also es ist ja nciht verboten, diese Shoftware für andere zu installieren etc.

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Das sieht imho nach Aufgabe des Cloudgeschäftes aus - warum 199eu zum Einstieg zahlen wenn man Shopify haben kann?

Steht die Geldspritze von Carlyle und PP da im Zusammenhang? Kosten einsparen, damit die Investoren Geld locker machen?

Stand jetzt ist das - als Kunde und Agentur - extrem ärgerlich. Vor allem wie das ganze bis jetzt gelaufen ist und (nicht) kommuniziert wure.

Wir haben (kleinen) Kunden die Starter Advanced empfohlen und stehen nun ziemlich dämlich da. Die Einstellung der Advanced Edition ohne jegliche Vorankündigung ist schon ein kleiner, schmerzhafter Hammer.

Ich kann die Strategie noch nicht ganz nachvollziehen. Zumal es ja nicht bei den 29 Euro/Monat für Shopware bleibt. Bei 5.000 Euro Umsatz/Monat bleiben ja auch noch einmal 50 Euro hängen.

Die Pro-Version hätte sich finanziell erst ab ca. 10.000 Euro Umsatz/Monat gelohnt. Die kleinen Shops darunter fallen jetzt durch das Shopware-Raster und sind ein gefundenes Fressen für die Shopify-Krake. Wie man mit dieser Preisstrategie genau gegen diese ankommen will? Es bleiben mehr Fragezeichen als Antworten.

Ich habe morgen eine Telko mit Shopware zu diesem Thema. Vielleicht bringt es etwas Licht in die Sache.

Ohne eine Einsteiger-Version sehe ich persönlich aber im Kampf gegen Shopify leider schwarz.

Und dass diese Entscheidung in direktem zeitlichen Zusammenhang mit dem Millionendeal steht, macht das ganze nicht gerade besser.

Gut, kleine Kunden fallen auf sowas schnell mal rein.
Aber das „Agenturen“ und „Dienstleister“ nach den Mega-Fails von Bepado und Connect noch auf eine Schopwareabhängigkeit gesetzt haben, geht mir nicht zwischen die Ohren.

Tja, das Shopware-Leben wird hart für die „kleinen“ Business-Partner. :money_mouth_face:

Stichwort: ICP

Zitat vom Shopware-Partner-Day:

„Umsatz <$0.5M - Often Mom & Pop Shops, Lack of professional operations“

Ich bin fast vom Stuhl gefallen als ich das gehört habe…

Nach einem Gespräch mit Shopware nun Klarheit bezüglich Zielrichtung. Shopware möchte sich als Lösungsanbieter im professionellen Bereich positionieren und sich damit auch von Shopify und Co. abgrenzen.

Für den Cloud-Bereich werden dann Kunden mit einem Monatsumsatz ab 15.000 Euro sinnvoll. Das ICP dürfte sicherlich - siehe Zitat aus dem Partner-Day - etwas höher sein.

Shopware möchte sich im Cloud-Bereich auf diese „größeren“ Kunden spezialisieren. Für die „kleineren“ oben genannten Kunden können sie aus den bisher gesammelten Erfahrungen keinen adäquaten Support/Unterstützung bieten.

Prinzipiell ist diese Strategie mit der Schärfung des eigenen Profils auf eine professionelle Lösung nachvollziehbar. Damit ist aber auch klar, dass eine Starter-Edition definitiv nicht mehr geplant und für Kleinkunden unter 10.000 - 15.000 Euro Umsatz/Monat die Cloud-Edition nicht mehr sinnvoll ist.

So, Ihr Lieben. Als Shopware-Mitarbeiter und Community Manager möchte ich diesen Thread hier so nicht unkommentiert stehen lassen.

Zunächst mal möchte ich anmerken, dass diese drei Ereignisse, das Funding, die Umstellung des Partnerprogramms und die Aufgabe der Cloud-Starter-Editionen nicht unmittelbar miteinander zu tun haben - sie sind zeitlich einfach etwas unglücklich zusammengefallen. Und natürlich mag der ein oder andere hier einen Zusammenhang sehen, jedoch gibt es diesen in Wirklichkeit nicht.

Ich möchte hier näher auf den Wegfall der Starter-Editionen eingehen:

Zum ersten ist es so, dass interessanterweise sehr wenige Shopbetreiber davon betroffen waren - hätte ich persönlich auch anders eingeschätzt.

Vergleichen wir die Cloud-Editionen preislich, stellt sich hier ein sehr interessantes Bild dar:

  • Starter für 0 EUR Fixkosten + 3% vom Umsatz: Im Vergleich zur verbleibenden Professional Edition liegt der Break Even hier bei ziemlich exakt 7.960 EUR Umsatz.
  • Starter Advanced für 29 EUR Fixkosten pro Monat + 1.5% vom Umsatz: Ein sehr attraktives Angebot für Händler, wenn man Bedenkt, dass Hosting und Updates inklusive sind. Allerdings für Shopware als Unternehmen gänzlich unspannend. Der Break Even im Vergleich zur Professional liegt hier bei ziemlich genau 17K Umsatz pro Monat.
  • Wie Ihr wißt, bleibt die Cloud Professional Edition mit 199 EUR Fixkosten pro Monat und 0.5% Umsatzbeteiligung. Im Vergleich mit den Starter-Editionen wird es dann eben ab 7.960 bzw. 17K EUR Umsatz im Monat entsprechend preiswerter ohne dass wir uns gegenseitig weh tun (Stichwort „Investitionssicherung“). Es gibt hier weiterhin die Möglichkeit, die Software vier Wochen lang kostenfrei und hoffentlich möglichst ausgiebig zu testen.

Ihr wurdet jetzt darüber informiert, und bis zur endgültigen Umstellung bleibt noch mehr als ein dreiviertel Jahr Zeit, seinen eigenen Weg zu finden - das ist in meinen Augen fair.

An der Open-Source-Strategie hingegen wird sich nichts ändern: Es gibt weiterhin eine Community Edition, die überall und immer frei On-Premise verfügbar ist. Es gibt auch die weiteren Editionen, deren Kern auf der Community Edition basiert.

Es gibt genügend Hosting Provider, die Shopware per One-Click-Installation für einen kleinen Geldbeutel (wobei ich da nicht knauserig wäre) anbieten; die Updates können bequem über den im Admin eingebauten Mechanismus oder auch per Composer eingespielt werden.

Insofern sehe ich nicht wirklich ein Problem im Wegfall der Starter-Editionen für Händler, auch kann eine (kleine) Agentur gut diese Argumentation benutzen.

Auch wenn sich der ICP geändert hat, ist im übrigen die Annahme nicht richtig, dass kleinere oder auch umsatzschwächere Shopbetreiber oder auch Agenturen fallen gelassen werden wie eine heiße Kartoffel: Diese sind - und das weiß nicht nur ich (aus Erfahrung an anderer Stelle) sondern auch die gesamte Führungsriege um Stefan und Sebastian Hamann - in diesem Zusammenhang unersetzbar!

Gern weitere Diskussion und/oder Fragen hier.

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Als Thread-Starter stellte ich die Frage, ob die kostenfreie Cloud-Lösung eingestellt wird und das wurde nun auch nochmals von Shopware-Seite bestätigt.
@marco.steinhaeuser Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung
Damit ist meinerseits dieser Thread erledigt.

Die Frage ob man einen Umsatz mit Professionalität verknüpfen kann ist eine andere Frage und dafür sollte eher ein neuer Thread eröffnet werden.

Auch die Umstellung des Partner-Programms gehört hier nicht rein, obwohl mich eine Provisionskürzung von 50% schon ärgert. Dies wäre ebenso ein separates Thema für einen neuen Thread.

Hallo, welche Alternativen gibt es dazu?

Die One-Click-Installationen, z. B. mit Installatron, bietet z. B. 1blu (das ist keine Empfehlung!) sind meist nicht aktuell, zudem gibt es bei Problemen keine Support.

Das „Starter für 0 EUR Fixkosten + 3% vom Umsatz“ fand ich ganz gut, warum wurde es eingestellt?

Die Zeit ist zu kurz, man hat zwar alle Funktionen, die meisten haben aber nicht diez Zeit sich ständig mit dem Shopwaretest zu beschäftigen.

Das liest sich irgendwie, wie eine Wohnungskündigung, an Kleinkunden haben wir kein Interesse mehr. Sucht euch eine andere Webshoplösung.

Welche Beschränkungen hat der „Free Plan“ bis zur Einstellung?

Wo, wie gab es für Kunden die Nachricht über die Einstellung von „Free Plan“?

MfG
sven-sw

Also ich hätte es auch besser gefunden, wenn man alles so gelassen hätte. Immerhin ist es ja ein Einstieg für Neukunden bzw. so gewinnt man ja auch neukunden…

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PrestaShop ähnelt Shopware ebenso.

Den gibt es günstiger als für 199,00 Euro.

Also bei diesem PrestaShop oder auch dieses JTL habe ich das Gefühl, dass es zu Shopware gehört, vielleicht eine Untermarke oder ich meine doch, dass Prestashop für die Österreicher entwickelt wurde… Kein Ahnung, aufjedenfall wird im E Commerce irgenwie auch alles teurer…

Hallo zusammen,

das ist Quatsch. JTL ist ein eigenständiges Unternehmen - JTL wurde als Warenwirtschaft entwickelt mit sehr guter Marktplatz-Anbindung - später kam der Online-Shop hinzu. Die JTL Wawi läuft übrigens auf Windows.

Prestashop wurde in Frankreich entwickelt - den Ursprung kannst Du u.a. auch bei Wikipedia nachlesen.

Viele Grüße

Ah okay, ja weil das System so ähnlich ausschaut, deswegen… Aber gut zu wissen

Mit dem JTL Connector kannst Du übrigens sowohl Shopware als auch Prestashop (und weitere Shop-Systeme) verbinden, sodass Du eine Warenwirtschaft bekommst, die den üblichen reinen Online-Shops erstmal fehlt.

Siehe

Hallo, was empfehlt Ihr jetzt euren Kunden?
Als ich wäre als Kunde extrem sauer auf euch, obwohl ihr gar nicht dazu könnt.
Von 0 auf 199,99 Euro Fixkosten, für Kleinstbetriebe nicht tragbar.
Wäre es für euer Kunden evtl. eine Lösung Shopware 6 CE selber zu hosten?

MfG
sven-sw

Den 2 kleinen Kunden - die das betoffen hat - bieten wir folgendes: Wenn es bis Ende 2022 gut läuft/entwickelt, lohnt sich eventuell die Pro-Edition. Ansonsten migrieren wir den Kunden auf eine On-Premise-Lösung mit Community-Edition.

Von daher ist das für uns einigermaßen handelbar. Und entsprechend offen unsererseits kommuniziert, gab es auch keine negative Rückmeldung gegen uns.

Oh, jetzt habe ich es verstanden, die Shopware 6 Community Edition bietet Ihr an.

Dann habt Ihr sozusagen einen Geschäftszweig der Shopware AG übernommen.