Checkout Murks

Der Checkout von SW6 ist aktuell noch Murks. Hier hat sich scheinbar keiner ernsthaft Gedanken gemacht. Ich dachte ihr habt soviel Erfahrung mit Shopsystemen? 
Ist mit einer Besserung zu hoffen, mit den nächsten Updates?

1. Nutzerführung
Man gibt als Nutzer seine Adressdaten ein und kann direkt bestellen. Das klingt im 1. Moment super, weil wenig Klicks nötig sind. Allerdings hat das zur Folge, dass sehr viele Nutzer die Zahlart nicht bewusst auswählen und dann wieder stonieren müssen, um mit einer ander Zahlart zu bestellen. Hier müsste es möglich sein, dass das Zahlartfeld nicht vorausgewählt aus und der Nutzer aktiv auswählen muss.

2. Zahlarten
Warum gibt es keinen einstellbaren Default-Status für Zahlarten?
Vorkassebestellung -> Zahlstatus Offen | Bestellstatus Offen
Kreditkartebestellung -> abgebrochen -> Zahlstatus Offen | Bestellstatus Offen
Kreditkartebestellung -> erfolgreich abgeschlossen -> Zahlstatus Bezahlt | Bestellstatus Offen

In Magento können Zahlarten für gewöhnlich den Default-Status festlegen, dass ganz eindeutig erkenn bar ist, wenn eine Bestellung abgebrochen oder fehlgeschlagen ist. So setzt man für gewöhnlich eine angelegte Bestellung mit Kreditkarte per Default auf pending payment und erst wenn sie abgebucht wurde, auf paid oder was auch immer.

3. Emailversand
Egal ob die Zahlung erfolgreich war oder nicht, geht eine Bestellbestätigung raus. 

ja da kann ich nur zustimmen. Auch der Modal Dialog Kram bei Adressewechsel, Versandart, Zahungsart ist alles andere als modernes UX und nicht benutzerfreundlich.

Wir haben nun unser eigenes Checkout Frontend auf Basis vue.js gebaut, damit wir hier vorankommen.

Zu Glück ist das Datenmodell / DAL und das REST-API von Shopware sehr gut, so dass eine Eigenentwicklung ohne Probleme möglich ist, hier schlägt Shopware Magento um Längen. Auch bei Magento konnte man das mitgelieferte Theme (Luma) kaum produktiv nutzen.

Wir betrachten mittlerweile den Shopware Storefront eher als “Hello World” Beispiel. Für den produktiven Einsatz ist er aus unserer Sicht nicht geeignet, da zu viele Dinge fehlen.

Aber: Shopware ist und bleibt Top und entwickelt sich schnell weiter in die richtige Richtung.

 

Bestell bzw. Zahlstatus kannst du aber durch mangelnden festlegbaren Default-Wert nicht umgehen.

Richtig, der Checkout unte rMagento 1 war auch nicht gut und man hat da schnell eine eigene Lösung entwickelt. Aber ist halt auch bald 10 Jahre alt und selbst der hat solche „Fehlbestellungen“ nicht erzeugt, weil die Schritte sinnvoll abgefragt wurden.

Ja - ohne eigenes Hand Anlegen geht da im Moment nichts. Defaults kannst du mit Custom Fields oder einer Entity Extension realisieren und dann in deinem eigenen Checkout anwenden.

So tief bin ich in SW6 noch nicht drin, um den ganzen Checkout neu zu bauen… Zumal ich auch nicht weis, ob das dann mit Payment Plugins zusammen funktioniert.

Ist jetzt nicht unbedingt das, was ich 2020 erwartet hätte.

das Paypal Plugin würde ich vermeiden wenn möglich. Hat bei updates immer wieder Probleme.

Erwarten kann man sicher viel, aber

CE ist kostenlos

PE hat einen vernünftigen Preis - eher Supportabsicherung als mehr wesentliche Features.

Shopware hat auch nur begrenzte Ressourcen und dreht hier ein grosses Rad, um Shopwsre 6 am Markt zu platzieren, das muss man als Entwickler schon verstehen, dass nicht alle Probleme sofort gelöst werden können.

Magento hat es übrigens in 10 Jahren nicht geschafft ein stabiles modernes System auf die Beine zu stellen.

Da ist Shopware deutlich schneller.

1 Like

Ja das hab ich schon mehrfach gelesen. Das haben wir gleich garnicht weiter probiert und lassen das über einen anderen Anbieter laufen. Wäre ja auch was, wenn das SW-eigene Paypal Plugin zuverlässig funktionieren würde :stuck_out_tongue:

Stimmt schon, Magento 2 war keine richtige Option. Wobei ich mir inzwischen nicht mehr sicher bin, ob das nicht ähnlich vom Aufwand gewesen wäre.

Zw. CE und PE gibts im Grunde 0 Unterschied, bis auf ein paar Plugins die du kostenlos bekommst. Wir haben die PE mit Silver-Subscription. Und ich finde zB das Customized Products Plugin alles andere als gelungen. Ich werde das sicher später durch ein selbstgeschriebenes Plugin ersetzen. Der Support, zu dem man auch gezwungen wird, ist im Grunde nicht sonderlich gut. Bei Silver-Subscription darf keine Entwicklerfrage gestellt werden. Die 3 Tage Reaktionszeit werden immer bis auf die letzte Stunde ausgenutzt. Die Antworten sind zum Großteil nicht hilfreich bisher gewesen und ich selber nutze den Support garnicht mehr.

SW6 hätte einfach nicht so früh als Stable released werden sollen. Das war der größte Fehler. Das Potenziell ist definitiv da und in einem Jahr sieht das sicher alles schon viel besser aus. Wenn ich mir aber anschaue, dass man für dieses System, so wie es jetzt ist 40.000€ + 800€/Monat für die EE will, frage ich mich schon, wo der Wert herkommt.Denn auch die EE ist die CE, nur mit paar wenigen Plugins und der Erlaubnis einen LB mit mehreren Servern zu nutzen. Das passt halt einfach nicht zusammen.

EE würde ich nicht kaufen solange CE und PE nicht passt.

EE löst keines der bestehenden Probleme, sondern hat einen anderen Fokus.

Und ja, der Support ist nicht hilfreich, wird aber auch bei Gold Subscription nicht besser.

In der Regel erhält man nur die Bestätigung, dass etwas nach einem update kaputt ist aber keinen Patch oder anderweitige Hilfe.

Custom Products Plugin ist Quatsch und funktioniert mit Zahlungsanbietern und Fremdplugins nicht. Wir haben das nun auch selber gebaut.

Unsere Strategie in diesem Jahr:

  1. Einwickeln nur auf dem Production Template nicht dem Dev.

  2. KEINE Drittanbieterplugins ausser dem Zahlungsanbieter einsetzen.

  3. Von Shopware nur die CE Features nutzen.

  4. Alles Fehlende selbst entwickeln und dabei auf vue.js statt plain es6 js setzen.

  5. Immer Akeneo Pim CE vor den Shop schalten und damit die Artikel verwalten. Das Shopware Backend ist gruseliges fehlerhaftes vue und nicht komfortabel bei vielen Produkten.

  6. Import Export nur über Admin Rest-Api per eigenen Symfony Command abhandeln und nicht mit halbfertigem Shopware import export.

Mit dieser Strategie können wir nun die Kundenwünsche umsetzen.

Ist aufwändig aber Magento war das auch.

Shopware ist da jetzt schon stabiler dank der Api.

Und zu Magento 2: das ist nicht mehr KMU tauglich und um Dimensionen teurer und wackeliger.

 

 

 

 

Da ich der einzige Entwickler im Team bin, kann ich das nicht so streng festlegen, weil ich schlicht nicht alles vom Start an schaffen kann. Ich bin bei neuen Plugins schon immer sehr skeptisch und wir haben bisher auch nur eine überschaubare Anzahl. Nachdem ich verstanden habe, dass das Production template auch für die Entwicklung geeignet ist, hab ich auch direkt darauf gewechselt. Jetzt läuft alles lokal wie live identisch, via Composer werden eigene und fremde Plugins eingebunden.

Mit vue.js muss ich mich erst noch richtig auseinander setzen. Hatte vor SW6 nie damit gearbeitet.

Die PE hat sich auch nicht gelohnt aber ich wusste nicht, ob ich das bis zum Livegang auch noch umgesetzt bekomme. Weil eigentlich habe ich bereits Orderitems per Payload um zusätzliche Daten erweitert aber nur für perso. Fotoartikel mit Fotokonfigurator. Für einfache Personalisierungen wollen wir andere Features, als Customized Products liefert, also werde ich das auch irgendwann ersetzen.

Es gab auch mehrfach Überlegungen über die EE, wo ich immer etwas dagegen gehalten habe. Auch wenn es für mich sicher mit dem höchsten Supportlevel und damit Entwicklersupport sicher etwas einfacher wäre, sehe ich nicht die Relation zw. Preis und dem aktuellen Stand. Und der einzige Grund für EE für uns, ist einfach die Skalierbarkeit über mehrere Server.

Viel erfolg! 

Die Modal-Ansichten im Checkout werden zeitnah durch RadioButtons direkt im Checkout ersetzt, dann braucht man das Modal nicht mehr öffnen. Und auch das Thema Mailversand hab ich hier ja schon aufgezeigt und auch erklärt, dass wir hier kurzfristig noch Justieren werden, sodass der Kunde entscheiden kann ob er ne Bestätigung bei erfolgreichem Payment schickt oder bei Bestelleingang. Da wird sich also zeitnah auch was tun und auch auf der Roadmap auftauchen.

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Wenn es also bisher noch nicht einmal auf der Roadmap ist, wird es auch noch etliche Wochen oder Monate dauern? Also doch erstmal eigene Bastellösungen finden.

funktioniert custom products nun mit den zahlungsmodulen?

 

Hat jemand eine Ahnung was SW für die EE haben möchte? Gemeint ist natürlich der Preis.  

@PeterScholz schrieb:

Hat jemand eine Ahnung was SW für die EE haben möchte? Gemeint ist natürlich der Preis.  

Einmalig 40k€ + 800€/Monat für das Zwangssupportpaket.

WOW  Undecided das ist ja nicht gerade ein Schnäppchen. Gemeint war natürlich SW6, ich frage mich was man den dafür bekommt. Hier https://forum.shopware.com/discussion/64350/kein-merkzettel-und-keine-vergleichsliste#latest hatte ich mal eine Feature Liste zusammengestellt.  

Magento 2 Commerce On Premise Edition kostet 22.000 US$ bis 1 Mil. Jahresumsatz, aber hier bekommt man alles was das Herz begehrt, ähnlich sieht es bei der  OXID Enterprise Edition aus, mit 14.990€ (einmalig) und Extra Supportkosten ab 300€/Monat (diese Info ist etwas älter) bekommt man zwar ein nicht ganz soo modernes aber absolut stabiles und funktionierendes System. Wir nutzen inzwischen Smartstore 4 Enterprise in der Open Source Variante für 24.900€ (Jährlich) inkl. Enterprise Support, auch hier wieder alles drin und alles funktional.

@PeterScholz schrieb:

WOW  Undecided das ist ja nicht gerade ein Schnäppchen. Gemeint war natürlich SW6, ich frage mich was man den dafür bekommt. Hier https://forum.shopware.com/discussion/64350/kein-merkzettel-und-keine-vergleichsliste#latest hatte ich mal eine Feature Liste zusammengestellt.  

Magento 2 Commerce On Premise Edition kostet 22.000 US$ bis 1 Mil. Jahresumsatz, aber hier bekommt man alles was das Herz begehrt, ähnlich sieht es bei der  OXID Enterprise Edition aus, mit 14.990€ (einmalig) und Extra Supportkosten ab 300€/Monat (diese Info ist etwas älter) bekommt man zwar ein nicht ganz soo modernes aber absolut stabiles und funktionierendes System. Wir nutzen inzwischen Smartstore 4 Enterprise in der Open Source Variante für 24.900€ (Jährlich) inkl. Enterprise Support, auch hier wieder alles drin und alles funktional.

Hat hier dennoch nichts zu suchen, da nicht Themen bezogen :wink:

Frage mich wirklich, wann du das mal verstehst. Tausch dich gerne mit den Leuten per PM aus, aber ist nicht das erste Mal, dass du ein Thema kaperst um irgendwie andere Shopsysteme ins Spiel zu bringen. Verstehe das bitte als letzte Warnung, sonst werde ich dich aus diesem Forum entfernen. Irgendwann muss es mal gut sein. Jeder der ernsthaft eine Version kaufen will, wird sich Angebote von den Systemen die infrage kommen holen und die auch miteinander vergleichen. 

Hallo Moritz, sei bitte nicht so dünnhäutig. Ihr habt das Hausrecht. Ich habe ja nur eine Frage mit Beispielen der Mitbewerber und einer Liste von Features gestellt, darauf könnte man ja auch normal reagieren als mit Drohungen, das scheint im Moment in Mode gekommen zu sein.