Cross Selling nicht praxistauglich - oder falsch verstanden?

Hallo!

Ist es wirklich so mit den Cross Selling gedacht, dass man keine expliziten z.B. Zubehörartikel mit auflisten kann?
Man möchte doch nicht für jeden Artikel eine Produktgruppe erstellen - habe ich da etwas komplett falsch verstanden?

Use-Case: Zubehörartikel.
Bestimmte Artikel haben bestimmte Artikel, die eben „Zubehör“ sind.
Ich hatte erwartet, dass das mind. so wie bei Shopware 5 möglich ist - wie ist das jetzt nutzbar?
Auch in Bezug auf externen Anbindungen - es wird ja hoffe ich nicht Sinn und Zweck sein unendlich viele Produktgruppen anlegen zu müssen.

Freue mich über Erklärungen (in der Hilfe finde ich nämlich nicht mehr)

Schöne Grüße,
Niklas

Du kannst ja eine Produktgruppe erstellen und die dann sovielen Artikeln zuordnen wie du willst - ich verstehe nicht ganz genau was du sonst meinst mit unendlich viele Produktgruppen anlegen.

Ich glaube ein normaler Usecase ist ja eine Produktgruppe für “Computer Zubehör” anzulegen, und diese dann für Computer auszuspielen.

ich bin da ähnlicher Meinung wie @TeichDatensysteme‍,

 

@AndreHerking‍ wir nutzen das Zusatzartikel-Modul in SW5 eigentlich bisher individuell pro Artikel.

Beispiel: zu exakt “diesem Computer” passt exakt “dieses” Zubehör.

oder: zu einer bestimmten Gitarre passen exakt diese Saiten, Tonabnehmer, Cases und ähnliches.

da bringt eine Produktgruppe nix, denn ich müsste tatsächlich “unendlich” Gruppen anlegen. Nämlich für jedes Produkt eine.

 

Mit “ähnliche” Artikel verhält es sich ähnlich. Wenn ich gerade ein bestimmtes Modell eines Fahrrades habe, möchte ich natürlich Fahrräder als “ähnlich” kennzeichnen, die diesm ähnlich sind. Das bemisst sich zB anhand der Reifengröße, Fahreigenschaften, Geschlecht, Antrieb, Schaltung, etc … das lässt sich nicht verallgemeinern mit einer “Gruppe”.

wir müssen diese Cross-Selling-Artikel teilweise auch über die API aus der WaWi einspielen als Liste. Das klappt bei solchen Gruppen-Konstrukten ja definitiv nicht mehr.

wieso kann man es nicht einfach wie in SW5 lassen? Das war doch gut so. Ihr habt quasi Funktion und Flexibilität weggenommen als welche hinzu…

das ist so definitiv NICHT praxistauglich

@AndreHerking‍ Dein Beispiel ist ja total allgemein mit „Computer Zubehör“. Die Praxis sagt doch, z.B: bei einem Zelt: Zelthaken, Tasche, Thermofolie, …
Diese Beispiele sind alle zugeschnitten für ein bestimmtes Zelt (Tasche in bestimmter Größe, Thermofolie in bestimmer Breite, Haken in passender Farbe)

Das sind keine allgemeinen Artikel (nicht verwechseln mit „ähnlichen Artikel“), das sind ganz speziell passende „Zubehör“ Artikel.
Das war auch exakt so abzubilden mit allen bisher verfügbaren Shopware Versionen.
 

Mit Shopware 6 scheint es nur die Möglichkeit zu geben, Produkte über Gruppen zuzuordnen.
Und das ist definitiv nicht praktikabel - daher die Frage: Wie Zubehörartikel abbilden ohne „dynamische Produktgruppen“ anzulegen?
Es soltle doch wie in der Vergangenheit möglich sein, einfach bestimmte Artikel zuweisen zu können.

Dazu kommt auch die Anbindung von externen System, wie von uns z.B.
Alle anderen Shops haben hier die Möglichkeit einfach Zubehörartikel als Liste zu bekommen - wie gesagt - Shopware 5 ja auch.
Das jetzt nur über dynamische Gruppen abzubilden ist nicht der richtige Weg - da werden wir ja auch nicht der einzige ERP Anbieter sein, der das als sehr ungewöhnlich beschreiben wird.

Schöne Grüße,
Niklas

Der aktuelle Weg ist: Lege dir pro Produkt einen Zubehör-Stream an und weise dieses dem Produkt zu. Gerade wenn man das über die API synchronisiert (externe Systeme) lässt sich das ja auch gut automatisieren. Ein Stream kann ja auch aus vielen fest zugewiesenen Produkten bestehen

Wenn du eine andere Funktion wünscht: Verbesserungsvorschlag aufmachen auf issues.shopware.com

Heißt ja nie, dass eine Funktion so komplett fertig ist und nichts mehr dazu kommt. Das was aktuell da ist, ist jetzt die erste Iteration, auf Basis von Kundenfeedback wird das dann in Zukunft auch ausgebaut.

Meiner Meinung nach bietet SW6 nun weniger Flexibilität als SW5.

muss man ernsthaft für jeden Artikel so einen Stream anlegen? Dann hab ich am Ende bei 20.000 Artikeln ja 20.000 Streams für “ähnlich” und 20.000 Streams für “Zubehör” = 40.000 Streams. Das ist nicht nur viel sondern extrem unübersichtlich …

Verkraftet das System das?

in SW5 musste man das einfach nur schnell zusammenklicken… und auch “gegenseitig zuweisen” gibt es jetzt wohl nicht mehr?

Da bin ich voll und ganz bei @FloC3‍, ich halte es nicht praktikabel für jeden einzelnen Artikel einen Stream anzulegen.
Wir haben Kunden mit mehreren 100.000 Artikeln - für alle Beteiligten ist es quatsch hier mehrere 100.000 Streams/Gruppen anzulegen.

[@Moritz Naczenski](http://forum.shopware.com/profile/14574/Moritz Naczenski „Moritz Naczenski“)‍ Ich verstehe in Bezug auf Shopware 6 nicht das Prozedere - ganz ehrlich.
Es ist doch nicht Sinn und Zweck, dass sich Kunden und die Community Core Funktionalitäten wünschen müssen, die es vorher schon gab und im E-Commerce normal sind?
Es sollte doch klar sein, dass in der Funktion und Nutzung kein Rückschritte gemacht werden sollen.

Als Beispiel: Ich habe ein Issue angelegt, damit die Plugin Konfigurationen nicht nur pro Verkaufskanal, sondern auch pro Sprache definiert werden können.
Auch hier: Das war in Shopware 5 möglich, in Shopware 6 - das ist aber für super viele Erweiterung muss.
Ich habe brav das Ticket angelegt, es haben sich einige Leute dazu gemeldet und es gevotet - jetzt verbleibt es in „Gathering Interest“.
Ich bekomme hier also nur Feedback und das Gefühl, dass Core Funktionen unter den Tisch fallen und nach hinten geschoben werden.

Muss das wirklich jetzt meine Aufgabe sein, jede fehlende Core Funktionen als Verbesserungsvorschlag anzulegen wenn mir das jetzt in der Vorbereitung auffällt? …
Das mit den Cross Sellern find ich jetzt schon ziemlich hart, das ist doch für jeden Betreiber essentiell.

EDIT : Ich habe das Ticket angelegt und BITTE hier diese Core Funktion zu voten: https://issues.shopware.com/issues/NEXT-5948

Schöne Grüße,
Niklas

Das Ziel von Shopware 6 ist es nicht einfach Shopware 5 nachzubauen. Insofern ist es auch oftmals eine bewusste Entscheidung, dass bestimmte Funktionen bei Start nicht mit dabei sind um Bedarfsorientiert zu arbeiten und nicht einfach 1:1 das zu kopieren, was sich über die Jahre angesammelt hat. Insofern ist es wichtig, dass die Community sich da einbringt und auch Votes sammelt. Unabhängig davon arbeiten wir auch Iterativ - es wird schnell ein Mehrwert geschaffen der eben noch nicht alle Usecases abdeckt und dann iterativ auf Basis des Community Feedbacks angepasst und erweitert. Insofern ist das schon der richtige Weg - Ticket erstellen und prüfen, wer diese Funktion braucht.

Alte Zöpfe abschneiden - find ich generell sehr gut und richtig.
Der bisherige Stand unserer Schnittstelle zu SW6 ist auch massiv kompakter geworden - weniger Code, weniger Hilfsfunktionen, … insgesamt weniger Zusatzlogik erforderlich, um gleiches zu erreichen beim gleichen Datenprozess - das ist definitiv ein richtiges Zeichen.

Aber - ihr beschneidet bei solchen Funktionen wie der Verbleib von „Zubehör“ echt die Usability, wenn sowas rausfliegt.
Da wird es gerade den Bestandskunden schwer fallen, zu wechseln. Da wird keiner Lust und Zeit haben jede Grundfunktion nachzuprüfen, ob das überhaupt irgendwie geht - und dann noch Tickets erstellen die in der Umsetzung absolut ungewiss sind - selbst mit Upvotes.
Es muss ja keine 1:1 Kopie an Funktionalität sein, nur in diesem Beispiel ist diese Bedarfslösung über Streams nicht praktikabel.

Schöne Grüße,
Niklas

Die Iteration II von Cross-Selling ist für Q1 geplant. Wird dann vorr. auch im Verlauf von Q1 veröffentlicht. Insofern schauen wir natürlich schon, dass das Feedback dann auch schnell einfließen kann.
 

Unabhängig davon werden wir aber ab jetzt immer kleine Erweiterungen bringen, Feedback einholen und dann weiter entwickeln, um halt bedarfsorientiert zu sein. Das wollte ich nur damit sagen. Das iterative Vorgehen ist ja durchaus gängig in der Software Branche. Ein Feauture ist ja potentiell nie fertig. Insofern ist es ja gut, wenn ihr euch meldet, weil dann kann es ja auch mit einfließen.

das Ticket https://issues.shopware.com/issues/NEXT-5948 ist mittlerweile eingeplant für 6.2.0 … bin gespannt

Auf der Roadmap ist es für “current” eingeplant, hoffe auf eine zeitnahe Implementierung.
Die Votes bestätigen ja die Notwendigkeit …

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Wir warten ebenfalls auf diesen “Fix” und sind froh, wurde das von @AndreHerking‍ und [@Moritz Naczenski](http://forum.shopware.com/profile/14574/Moritz Naczenski “Moritz Naczenski”)‍ sowie dem Shopware Team in die Roadmap aufgenommen!

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Da ich selber gerade über die „Zubehör-Funktionalität“ stolpere, muss ich den alten Thread mal wieder aktivieren.

  1. Warum man zu jedem Artikel nicht einfach Zubehörartikel definieren kann, verstehe ich auch nicht. Was soll der Umweg über „Neues Cross Selling hinzufügen“?

  2. Viel tragischer ist für mich aber, dass man Varianten-Artikeln eben KEIN „Cross Selling“ hinzufügen kann!!!

Mit Shopware 6 sollte ja ENDLICH jedes Variantenprodukt ein selbständiges / separates Produkt sein. Das war eine super Entscheidung! Nur dummerweise hat man diesen Gedanken nicht konsequent durchgezogen. Es ist nicht möglich, den einzelnen Variantenartikeln eine speziellen Zubehörartikel (Cross Selling) hinzuzufügen - WARUM?

Beispiel aus der Praxis: Wir verkaufen Töpfe in unterschiedlichen Durchmessern (Varianten) und würden natürlich gerne zu jeden Topf den passenden Deckel (Durchmesser) anbieten. An dieser simplen Funktionalität scheint Shopware 6 zu scheitern! Ich kann ledliglich dem Variantenhauptprodukt einen x-beiliebigen Deckel zuweisen und der Kunde muss sich dann den richtigen Durchmesser selber aussuchen. Wisst Ihr wieviele Fehlbestellungen das zur folge hat?

Das kann doch nicht sein, oder? Wenn ich irgendeine Funktionalität übersehen habe, wäre ich über einen entsprechenden Hinweis sehr dankbar. Gerne nehme ich meine Kritik zurück. Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass Shopware 6 an so einer 08/15 Funktionalität scheitert.

Ich glaube ehrlichgesagt, dass das nur ein Problem im Admin ist. Technisch sollte das schon auf Variantenebene funktionieren, der blendet den Reiter anscheinend nur nicht ein. Dafür kannst du ja mal ein Ticket machen.

[@Moritz Naczenski](http://forum.shopware.com/profile/14574/Moritz Naczenski “Moritz Naczenski”)‍ vielen Dank für Deine Antwort (am Sonntag!)

Also bei mir sieht das in zwei Shopware 6 Shops so aus:

 

Sobald ich dann auf ein Variantenprodukt klicke, verschwindet der “Cross Selling” Button:

 

Ich kann die Cross-Selling Produkte also nur “global” für alle Variantenprodukte vergeben. Wer farbige T-Shirts verkauft, kann sein rotes T-Shirt also nicht mit roten Schuhen verknüpfen - sofern er mit Varianten arbeitet.

Sieht das bei Dir etwa anders aus? Oder übersehe ich eine wichtige Einstellung?

Hab ich ja oben geschrieben, dass der Admin den Reiter wohl einfach nicht einblendet. Glaube das ist also ein Problem des Admins, daher am besten ein Ticket aufmachen. Generell sollte das Cross-Selling dafür schon ausgelegt sein. 

[@Moritz Naczenski](http://forum.shopware.com/profile/14574/Moritz Naczenski “Moritz Naczenski”)‍

Ich habe ein Ticket aufgemacht. Ich gehe aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es in der aktuellen 6.3.5.0 Version nicht funktioniert. Ob es in früheren Versionen mal funktioniert hat, kann ich nicht sagen, da ich mich mit der Thematik in der Vergangenheit nicht beschäftigt habe.

Hier kann man sich auch in einen aktuellen 6.3.5.0 Demoshop einloggen:

Wenn Du dort ein Variantenprodukt erstellst, wirst Du sehen, dass man den einzelnen Variantenprodukten KEINE Cross-Selling Produkte zuweisen kannst. Ich habe es mit Firefox und Chrome probiert - es wird keine entsprechende Funktion bzw. Reiter angezeigt.

Ich wäre Dir dankbar, wenn Du das mal mit der Technik klären würdest. Seltsam finde ich allerdings, dass hier kein “Aufschrei” von anderen Usern kommt - bin ich der einzige, der mit Varianten arbeitet?

 

Was der Moritz damit sagen will: wahrscheinlich ist Shopware sehr wohl darauf vorbereitet, dass man pro Variante auch unterschiedliche Cross-Selling Artikel pflegen kann. Es hat anscheinend nur jemand “vergessen” das entsprechend in der Administration anzuzeigen.

Viele Grüße

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Hier mal ein Link zum Ticket

macht es einfacher dafür auch zu voten

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