MwSt-Änderung wegen Corona

@igalvezgil‍ Euer Plugin ist für viele da sicher eine Hilfe. Aber letztlich hängt die Besteuerung vom Lieferzeitpunkt und nicht vom Zeitpunkt der Order oder der Rechnungsstellung ab. Wenn ich Bestellung aus 06/20 also erst in 07/20 versende (versenden kann), dann gilt bereits der neue Steuersatz. Da kommt noch viel Arbeit auf die Shopbetreiber zu.

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So würde es doch funktionieren?

Um die alten Brutto-Preise beizubehalten, würde ich die Preise aller Artikel exportieren, dann die Steuersätze umstellen, danach dann die alten Bruttopreise wieder importieren, das sollte je nach Artikelanzahl nicht übermäßig lang dauern und müßte so funktionieren (ungetestet).

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@drakon schrieb:

@igalvezgil‍ Euer Plugin ist für viele da sicher eine Hilfe. Aber letztlich hängt die Besteuerung vom Lieferzeitpunkt und nicht vom Zeitpunkt der Order oder der Rechnungsstellung ab. Wenn ich Bestellung aus 06/20 also erst in 07/20 versende (versenden kann), dann gilt bereits der neue Steuersatz. Da kommt noch viel Arbeit auf die Shopbetreiber zu.

Guter Hinweis. Aber wenn die Rechnung automatisch ausgestellt wird in 06/20 wird die durch Auslieferung in 07/20 doch nicht „falsch“? Wir werden dem nachgehen… :wink:

Letztlich soll das Plugin auch hauptsächlich das Problem ab dem 01.07. / 01.01. lösen, dann gilt der neue Satz ja in jedem Fall.  Dann muss sich niemand den „Wecker“ stellen.

 

oder per SQL und das in einen Cronjob gepackt, der um 0:01 Uhr startet.
$statement = update…set…

Noch einen Nachtrag zur Schelte von EikeBrandtWarneke:
Viel Spaß mit Bestellungen, die jeweils vor der Umstellung reinkommen und nach der Umstellung ausgeführt und in Rechnung gestellt werden.
Von 19% auf 16% wäre ggf. noch machbar, weil Gutschrift z.B. via PayPal getätigt werden können.
Habe ich aber einen Überhang vom Dezember in den Januar, bleibe ich als Händler auf den Kosten für die höhere Umsatzsteuer sitzen.
Unter dem Strich bringt eine Preissenkung sicherlich nicht den Mehrumsatz um den Ärger oder die Mehrkosten zu rechtfertigen. Zumindest nicht bei Produkten, bei denen die Steuersenkung im Cent-Bereich liegt. Bei hochpreisigen Produkten sieht dass dann natürlich anders aus. Aber da kommt dann im Januar die fette Steuerkeule für den Händler, wenn Kunde noch schnell am 31.12. den neusten QLED für 3kEUR kauft. Es gibt also durchaus Gründe, für die 6 Monate nicht die Bruttopreise zu senken.

Der “Überhang” ist mir persönlich aber eh wurscht, weil ich vor meinem Urlaub und über den Jahreswechsel den Shop eh “schließe”  Wink

@EikeBrandtWarneke schrieb:

Ich persönlich würde in dieser Zeit nirgendwo einkaufen, der seine Produkte weiterhin zu seinen alten Preisen verkauft. Das ist reine Verarsche des Händlers und Ich denke, dass es sicherlich vielen Verbrauchern so geht.

Viele Grüße 

Das geht manchmal aber nicht anders. Wir verkaufen unter dem Buchpreisbindungsgesetz. Nachdem wir in Webshop und Buchhaltung alles selbst geändert haben, müssen wir die Änderung des gebundenen Ladenpreises an alle Grossisten, Verzeichnisdienste und Einzelhändler weitergeben, dazu gibt es gesetzliche Vorlauffristen. Das ist definitiv nicht einzuhalten. Und dann für sechs Monate und dann wieder Rolle rückwärts … Wir werden die versteckten Mehreinnahmen (die man ja auch mit niedrigeren absetzbaren Vorsteuern für Einkäufe verrechnen muss) spenden.

Ein typischer Regierungsschnellschuss.

Gut gemeint war noch fast immer das Gegenteil von gut gemacht!

Ich suche mir einen Job, wo ich nur einen Besen bedienen darf :smiley:

 

Mir hat man mal gesagt: Veränderrungen müssen nicht immer schlecht sein

 

Kurz danach hat er seinen Job verloren !

@sonic schrieb:

@Toric‍ du gibts im Backend zwar Bruttopreise ein, Shopware hinterlegt diese aber als Nettopreise. Änderst Du nun den Steuersatz 19% in 16% und löscht alle Caches, werden die Artikel danach billiger. Gerade mal durchgespielt. Wenn Du also die Steuersenkung an den Kunden weitergeben möchtest, ist es ganz einfach. Möchtest Du aber die „alten“ Bruttopreise behalten - also ein paar Cent mehr einstreichen - hast Du ein Problem.

Schön wärs. Ich hatte es natürlich auch ausprobiert, bevor ich geschrieben habe. Die Bruttopreise ändern sich bei mir eben nicht. Cache gelöscht, kompiliert und dann noch den productionordner und Browsercache gelöscht. Der VK im Shop ändert sich nicht. Auf der Rechnung wird nur der niedrigere Steuersatz ausgewiesen.

Ich sehe, dass es lt. Doku Shopware 5 - Einstellungen - Kundengruppen so sein sollte, aus irgendeinem Grund ist es aber nicht so. Ergebnis also mehr netto für mich. Das ist lt. derzeitiger Veröffentlichung nicht der Sinn der Sache (siehe Zitat Scholz in meinem ersten Kommentar hier). 

Angenommen, es wäre, wie in der Doku beschrieben, senkt sich für 6 Monate der Preis entsprechend und mein einziges Problem bzgl. Shopware wäre die Möglichkeit der Mehrfachänderung. Wenn das auch machbar wäre, alles super. Der Rest betrifft Steuerrecht, Buchhaltungssoftware und Steuerformulare.

 

@drakon Es spielt eine Rolle, ob jemand Soll- oder Istversteuerer ist. Bei den Einen zählt das Leistungsdatum, bei den Anderen der Tag des Geldeingangs. Da muss ich an anderer Stelle auch erst klären, was mit Bestellungen ist, die im Juni reinkommen und mit 19% bestätigt werden und erst im Juli bezahlt werden. Bei Paypal habe ich generell auf Autorisierung gestellt, da kann ich den Betrag bei Einzug manuell redzieren und bei Januar ggf. einfach eine Geldanforderung senden. Bei Kreditkarte und Überweisung ist s was anderes. Muss ich mir eingehend Gedanken machen…

 

NACHTRAG FÜR @sonic‍

Gerade noch etwas anderes versucht. Vorangelegt sind im System die Steuersätze 19%, 7% und 0%. Dazu hatte ich 16% und 5% neu angelegt und im Artikel selbst z.B. 16 % ausgewählt. Das ändert den Bruttopreis im Shop nicht.

Wenn ich aber die vorhandenen 19% und 7% mit 16/5 überschreibe, ändert sich der VK-Preis entsprechend.

Ob das nun so richtig ist? Zumindest ist das Überschreiben der vorhandenen Steuersätze nicht die Lösung, denn dann ändern sich die Steuersätze in den bereits bestehenden Bestellungen auch.

Ich habe es auf zwei Wege gemacht:

  1. Steuersatz 19% umbenannt und auf 16 geändert - Preis gesunken
  2. Steuersatz 19% eine Sonderregeleung für Kundengruppe EK von 16 hinterlegt => Preis gesunken

Jedesmal „Shopware Konfiguration“-Cache geleert!

Den Weg über „neuen Steuersatz“ und dann dem Artikel zuordnen habe ich jetzt nicht gemacht, wäre mir zuviel Aufwand, alle Artikel zu ändern.

*hmm* - die Werte werden doch fest in die orders geschrieben - ändern sich da wirklich auch die Steuern bei Alt-Bestellungen? Dürfte eigentlich nicht sein - wäre ja ein grober Bug in Shopware.

Edit: *fck* Du hast Recht mit den alten Bestellungen.
Zurück auf LOS - wenn ich geahnt hätte, dass eine einfache Steueränderung bei Shopware so problematisch ist…
 

Dann schau mal rein @sonic‍ dein 1) hab ich eben versucht. Wenn du alte Bestellungen öffnest, steht bei den Artikeln 16% statt 19%, bei Zahlartrabatt o.ä. bleiben die aber 19% stehen. Wenn ich auf Rechnung Vorschau klicke, steht da 19%. Nachgerechnet hab ich jetzt noch nicht, welcher Steuersatz tatsächlich berücksichtigt wurde. Gespeicherte Belege werden sich wohl nicht ändern. Aber auch das Vorgenannte wäre ungünstig und verwirrend.

Dein 2) sagt mir grad nix, das muss ich mal ansehen. Ich habe nur die zwei Steuersätze und eine Kundengruppe, da musste ich glaube ich nie Einstellungen vornehmen - außer bei einzelnen Artikeln die 7% auswählen.

Jo, ich bin dann mal bei Dir - wieder mal was gelernt :wink:
Also: Habe ich „Bruttopreise“ und änder im Artikel den Steuersatz, wird wohl der hinterlegte Netto-Preis neu berechnet, damit auch mit 16% der alte Bruttobetrag stimmt.
Für mich wäre das jetzt so OK, für Dich wohl eher nicht.
Damit kommt aber das nächste Problem:
In der Mehrfachänderung kann ich auf die Schnelle nicht TAX oder so finden. Und wenn doch, fällt Shopware ja immer wieder damit auf, dass Berechnungen und Aktualisierungen, die beim „Speichern“ ausgeführt werden, bei der Mehrfachänderung nicht durchgeführt werden.

Ich habe jetzt aber ehrlich keine Lust, alle Artikel händisch neu zu speichern!

Also: Ändert man den vorhandenen Steuersatz, werden die Artikel billiger, alte Bestellungen haben dann aber völlig falsche Preise. Führt man einen neuen Steuersatz ein, muss man (womöglich) alle Artikel neu speichern, aber die alten Bruttopreise sind dann auch die neuen Bruttopreise.

Jetzt müsste ich gucken, wo ich lande, wenn ich zunächst die Preise im backend auf Netto umstelle, händisch alle Artikel den Steuersatz änder, und dann wieder auf Brutto stelle.

Was für ein Murks. Politischer Aktionismus trifft auf veraltete Software (wobei ich nicht glaube, dass SW6 da besser aufgestellt ist)

Will man die Preise senken, wird wohl der beste Weg sein, den Steuersatz direkt per SQL zu ändern, dann dürften die alten Netto-Preise erhalten bleiben  Sticking-out-tongue

Ich hatte das bei uns im Testshop auch ausprobiert und den von Shopware angelegten Steuersatz von 19% auf 16% geändert. Und in der Tat werden alle Bruttopreise reduziert, da der Preis ja als Netto in der DB gespeichert wird und dann neu berechnet wird.

Ich habe nun auch mal in die Altbestellungen reingeschaut. Da steht dann tatsächlich auch 16 %, weil der Name des Steuersatzes sich über die taxID aus der s_core_tax geholt wird. Die tax_rate steht bei den Altebstellungen in der Datenbank aber weiterhin auf 19, d.h. die Preise bzw. der Betrag der Bestellung verändert sich nicht, nur die Bezeichnung.

 

Also der sauberste Weg wäre die Steuersätze 16 und 5 neu anzulegen und dann alle Artikel auf diese Steuersätze ab 1. Juli umzustellen (und auch die Versandkosten nicht vergessen, die stehen vermutlich auch “höchster”? Und dann an Neujahr wieder zurück?

Wird es da eine Handlungsempfehlung seitens Shopware geben?  

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@sonic schrieb:

 

Will man die Preise senken, wird wohl der beste Weg sein, den Steuersatz direkt per SQL zu ändern, dann dürften die alten Netto-Preise erhalten bleiben  Sticking-out-tongue

Genau das hatte ich weiter oben schon vorgeschlagen.

 

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Vielleicht ist Shopware ja so hilfsbereit und erstellt ein FIX/Plugin, zur Verfügung.

 

Neue Probleme = neue Sorgen.

 

Warten wir mal ab.

@kraeft21

 

In der DB ja, aber sind die Rg., nicht ausschlaggebend ?

 

Die ändert sich ja nicht.

Ich sehe vielmehr Probleme in der WaWi & dazugehörige Programme.

Naja - die Umsatzssteuer hat sich ja schon mehr als einmal geändert. Grundsätzlich sollte man (und eine Software erst recht) damit umgehen können.
Erstaunlicher finde ich, dass der selbsternannte Innovations-Marktführer da im Shop keinen Weg für vorgesehen hat.

  1. Massenänderung aller Steuerklassen von A nach B OHNE Nettopreisneuberechnung
    2) Massenänderung aller Steuerklassen von A nach B MIT Nettopreisneuberechnung

Kann mich dunkel an Zeiten erinnern, da war die Umsatzsteuer noch bei 16%. Die letzte Erhöhung auf 19% war wohl 1998 - die Gründer und Entwickler von Shopware können also nicht geahnt haben, dass sich da mal was ändert - war ja vor deren Zeit im letzten Jahrtausend  Sticking-out-tongue

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@sonic‍ ich habe getestet:
Standardsteuersatz von 19% auf 16%, führt zur Preisreduzierung beim VK-Preis.
Die frühreren Bestellungen werden unter Positionen mit dem falschen Steuersatz gezeigt. Bereits generierte Dokumente UND auch für alte Bestellungen neu generierte Dokumente enthalten den Steuersatz zum Zeitpunkt der Bestellung, Berechnung auch korrekt. Scheinbar ist nur die Anzeige im Reiter Positionen dann falsch.

D. h. ab Januar 2021 haben die Bestellungen der letzten 6 Monate in der Detailansicht einen falschen Steuersatz angezeigt, aber richtig berechnet und auf Belegen ausgewiesen.

Wenn es da keinen anderen Haken gibt, den ich noch nicht sehe, könnte ich damit leben. Die 2-3 Cent je Artikel gönn ich dann dem Kunden und er freut sich, weil er denkt, er hätte was gespart. Wie bei kostenlosem Versand und der kostenlosen Zahlart Paypal auch :wink:

Bei den neu angelegten Steuersätzen 16 und 5 habe ich das oben beschriebene Problem. Ich finde keine Möglichkeit bei der Mehrfachänderung. Ändere ich einen Artikel manuell, wird der Preis im Frontend nicht reduziert.

So gesehen hätten wir zwei Möglichkeiten - jenachdem ob der Händler den Endpreis senken will oder nicht. In den nächsten Tagen/Wochen wird sich zeigen, ob die Preissenkung im VK verpflichtend oder freiwillig ist.

@kraeft21‍
Die Versandkosten sollten den Mwst-Satz eigentlich aus der Hauptleistung ziehen. War auch bei meinem Test so (also die beiden gerade beschriebenen Varianten). Hast du in einer Rechnung versch. Steuersätze, muss das System den ansetzen mit dem höchsten Warenwert. (Vielleicht ist das auch das von dir gemeinte “höchster”)

 

 

und eine Software erst recht

 

Da hängt ein Rattenschw… dahinter.

 

Und Shopware ist auch eine Software.

Wie soll man so eine jetzige Situation, vorhersehen ?

 

Ich bau doch nicht wahrscheinlichkeiten ein :wink: