Berechnungsgrundlage GMV

Wir verwenden in SW 6.7.15 sowie dazu Pickware ERP und Pickware POS.
Die Verkäufe am POS treiben unsere GMV Zahl über das Limit für die CE.
Klar, die POS Verkäufe erzeugen Bestellungen in SW. Im Prinzip wird aus SW für die Verkäufe am POS ja nur die Artikelnummer, der Preis und die Bestandsbewegungen von Bedeutung. Das bedeutet, dass diese Verkäufe praktisch gar keine der umfangreichen Ressourcen der SW Plattform verwenden. Die Kernkompetenz von SW bildet die Errichtung von Onlineshops mit einem wirklich riesigem Funktionsumfang. Das bringt mich zu der Frage ob es im Sinne der SW „Fair Use Policy“ wirklich fair ist die Kassenumsätze als Berechnungsgrundlage für die CE heranzuziehen. Für das stationäre Geschäft ist doch der Laden an sich die Miete und die Einrichtung die ganz große Ressource die verwendet wird um Umsatz zu generieren. Zudem ist ja noch eine Drittanbieteranwendung im Spiel, die die Umsätze überhaupt erst nach SW hineinträgt.
Muss man es wirklich bis zu Äußersten ausreizen? Was mein ihr?

Diese Diskussion - ist die „fair usage policy“ überhaupt „fair“? - wurde in den letzten Monat sehr häufig und sehr intensiv geführt. Dabei ging es natürlich auch um Rahmenbedingungen welche Umsätze überhaupt dazu zählen. Du wirst über die Suche viele viele Meinungen, Befürworter und Kritiker finden.

Am Ende des Tages laufen die Umsätze über deinen Shop, auch wenn die Oberfläche durch Pickware ein wenig anders aussieht. Insofern zählen auch diese Umsätze klar zum GMV. Ich finde es dagegen eher merkwürdig, dass auch stornierte oder zurück gesendete Bestellungen dazu zählen - aber das ist wohl ein anderes Thema :smiley:

Viele Grüße

Kannst du vielleicht die exakte Definition was in GMV enthalten ist hier schreiben? Oder gibt’s eine. Blog Eintrag oder ähnliches der genau diese Frage beantwortet?

@Andreas_Walter scheinbar zählen POS Verkäufe hier mit rein, da es durch die Datenbank von Shopware läuft: Shopware 6 - Shopware Erweiterungen - GMV Reporting

Um mal eine Lanze für Shopware zu brechen: 1 Mio GMV pro Jahr sind 83.000 Euro GMV pro Monat. Da sollten wohl die 600 Euro/Monat für die Rise drin sein.

Oder nimmst ein ERP was separat läuft und wo du quasi die Daten vom POS direkt ans ERP schickst und Shopware nur angebunden ist, wie Xentral, JTL oder Vario.

Hier gab es mal eine FAQ: https://www.shopware.com/de/news/fair-usage-policy-community-edition/

Da den Punkt: „Wie definiert Shopware GMV?“

Ich nehme mal an, dass Shopware die Berechnung nicht nachträglich geändert hat.

Viele Grüße

Da steht genau der entsprechende Passus „…und mit ihrem Shopware-Onlineshop einen jährlichen GMV…“
Das kann man auch so interpretieren, dass POS Umsätze gerade keine Onlineshop-Umsätze sind. Ist aber auch egal, SW setzt die Bedingungen, im Zweifelsfall setzen sie eine Ergänzung in die AGB, die wir sowieso zu akzeptieren haben.
Trotzdem muss ich die Wirtschaftlichkeit von Onlineshop und Store auch getrennt voneinander betrachten und bei 300k „echtem“ Onlineumsatz tut die Lizenz für Rise definitiv weh.
Pickware ist tief in SW integriert, was echte Vorteile hat. Allerdings werden POS lösen Umsätze SW Bestellungen aus. Das ist dann der Knackpunkt. Andere POS Anbindungen behalten die Bestellungen in ihrem System und ziehen nur Artikel aus SW und schieben Bestandänderungen nach SW.
Pickware hat übrigens auch eine Fair Use Policy für sein ERP, dass POS Umsätze ausdrücklich aus der Berechnungsgrundlage für Gebühren ausnimmt.
Pickware macht auch sonst einen super Job, würde ungerne ein anderes System verwenden.

Dann am besten mit Shopware und Pickware sprechen (Telko).

Siehe „Book an appointment“: https://feedback.shopware.com/forums/942607-shopware-6-product-feedback-ideas

Oder: Pickware soll auch gut an Shopify angebunden werden können. Preise habe ich nicht geprüft ob du hier günstiger kommst.

Pickware ist tief in SW integriert

Ganz genau - und exakt deswegen zahlst du auch für dein POS, was nur ein weiterer Verkaufskanal für das System ist.

Viele Grüße

Ja klar und die Pluginkosten ?
Da verdient SW auch nochmal sehr gut dran.
Und warte nur ab bis Shopware Payments verpflichten sind.

Die Kuh wird eben gemolken bis nichts mehr geht, aber dann sind die anderen Schuld.

Aja natürlich: Hosting kostet was, Plugins kosten was, wenn es größer werden soll auch Ads usw. Das schmälert den Gewinn keine Frage.

Wenn man 300k Onlineumsatz hat und min 700k POS Umsatz macht, wird man sich ja die Shopware Lizenz (plus Hosting plus Plugins) und Pickware leisten können.

Klar kenne ich bzw. wir die Marge nicht.

Kalkulieren muss man natürlich selbst als Unternehmer.

Bist du eigentlich selbst Unternehmer? Die genannten 300.000 € sind kein bereinigter Umsatz, sondern GMV nach Shopware-Lesart, also vor Retouren und Stornos. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Und selbst der tatsächliche Umsatz ist noch lange kein Gewinn. Nur weil ein Unternehmen auf dem Papier eine Million Euro Umsatz macht, heißt das nicht automatisch, dass sich jede zusätzliche Ausgabe wirtschaftlich rechnet. Aber das weißt du als Unternehmer ja sicherlich selbst. :wink:

Natürlich kalkulieren wir die beiden Geschäftsfelder separat, jedes muss für sich rentabel sein, sonst macht es keinen Sinn. Im Geschäftsfeld Onlineshop bringen uns die möglichen zusätzlichen SW Lizenzkosten in die Nähe der Verlustzone. Der Ausweg ist natürlich Wachstum, ist aber nicht so leicht.
Deshalb überlegen wir ernsthaft, die POS Umsätze aus SW herauszulösen, nur um aus der GMV Lizenzfalle zu kommen. Ja, so groß ist die Not. Wir machen das doch nicht aus Spaß. Oder nur um SW eine auszuwischen. Ein autarkes Kassensystem wäre die logische Maßnahme.

Dann wie von mir beschrieben, wenn ihr weiterhin Pickware nutzen wollt, Shopify in Betracht ziehen. Shopify hat keine GMV Grenze. Shopify Kosten setzen sich aus fixen monatlichen Abonnement-Gebühren (Plattform-Lizenz) und variablen Transaktionsgebühren (prozentualer Anteil pro Verkauf) zusammen.

Krasses Konstrukt mit Shopify. SY per API an SW anschließen, Artikel aus SW nach SY, Bestandsänderungen in umgekehrter Richtung. Dahinter in SY SY-POS. Da geht?

Uns war noch das FLOUR Kassensystem eingefallen, ist autark und hat eine SW Anbindung.

Es war nur eine Möglichkeit. Ich bin stark davon ausgegangen, dass es noch mehr Möglichkeiten gibt. Dann viel Spaß die Systeme sich vorführen zu lassen.

Schreib uns hier wie du dich entschieden hast.

Ja, bei Pickware in Shopify liegt ein Shopware dahinter - wie auch immer die das technisch lösen :smiley: Aber da muss man sich einfach mal darauf verlassen, dass die technischen Prozesse im Hintergrund funktionieren.

Viele Grüße