1005510055 MemberComments: 106 Received thanks: 0 Member since: July 2012

Unsere grandiose Bundesregierung hat beschlossen die MwSt. von 19% auf 16% zu ändern, ab dem 1. Juli!

Wie führt man nun diese Änderungen am besten durch? Es müssen ja die Rechnungen angepasst werden und alle Artikel mit den 16% gelistet werden und man darf ja nun auch nichts vergessen.

Gibt es da ein Plugin von Shopware oder muss alles manuell umgestellt werden?

Vielen Dank!

1 Answer

  • jagu22jagu22 MemberComments: 3 Received thanks: 0 Member since: August 2017

    Hallo,

    wenn ich das Plugin nicht nutzen möchte, sonder einfach in der Nacht vom 30.6 auf den 1.7 per Hand umstellen möchte - muss ich dann nur die vorhandenen Steuersätze 19% und 7% in 16& und 5% ändern? Oder müssen neue Steuersätze angelegt werden?

    Viel mehr müsste doch gar nicht gemacht werden, oder?
    Ich möchte die reduzierten Brutto Preise an meine Kunden weitergeben...

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  • PlantsPlants MemberComments: 21 Received thanks: 2 edited June 4 Member since: April 2016

    Hi 10055, 

    also ich werde es unter Einstellungen->Steuern neu anlegen von 19% -> 16% und von 7% -> 5% 

    Als Hinweis, würde ich den Steuersatz auf Deutschland begrenzen beim anlegen. 

    Nachtrag: 

    Der neue Steuersatz wird dann ja für Deutschland in den Rechnungen usw. genutzt

    Ah mist.... ich hatte übersehen, dass es sich bei dir um Shopware 5 handelt... aber auch hier wäre das Vorgehen analog nur der Pfad wo die Steuern angepasst werden können ist ein anderer denke ich. 

    Viele Grüße, 

    Sven

     

  • kraeft21kraeft21 MemberComments: 58 Received thanks: 6 Member since: August 2015

    Kann ich da einfach die beiden Standardsteuersätze, die ja in Shopware schon angelegt sind, einfach von 19% auf 16% bzw. von 7% auf 5% am 1. Juli ändern und greift der neue Steuersatz dann überall (bei den Artikeln und Versandkosten)? Und dann am 01.01.2021 einfach wieder zurück?

    Ein anderes "Problem" sind ja die Artikelpreise:
    Wenn ich Nettopreise im Backend habe, kommen nach der Steuersatzänderung natürlich schön krumme Zahlen heraus.
    Wenn ich Bruttopreise im Backend habe und die Senkung an die Kunden weitergeben wollte, müsste ich alle Artikelpreise neu rechnen, denn ansonsten würde ich ja alle Artikel zum 1. Juli um 3% teurer machen. 

     

  • sonicsonic MemberComments: 2311 Received thanks: 680 Member since: January 2014

    Was für eine tolle Aktion der Politiker...
    Hier rächt sich nun, dass man bei SW5 zwar "Brutto-Preise" im Backend eingeben kann, diese dann aber intern sofort in Nettopreise umgerechnet und gespeichert werden.
    Soll heissen: Auf Brutto gerundete tolle Verkaufspreise werden zwangsweise billiger und "krumm", wenn man nur die Steuern umstellt. Eigentlich würden wir aber gerne die Bruttopreise beibehalten. Müsste man also erst via SQL die Netto-Preise "umrechnen".

    Danke an unsere Führungselite in Berlin. Wer kauft denn jetzt bitte noch etwas bis zum Monatsende, wenn zum 01.07. staatlich garantiert die Preise fallen? Ich jedenfalls nicht.

    Ganz toll:
    Am 01.07. geht Mittags der Flieger in den Urlaub (*bitte keine Moralpredigen - schon länger gebucht) - und in der Nacht darf man dann auch noch übers Knie gebrochen zwei Shops anpassen + WaWi.

  • ToricToric MemberComments: 1039 Received thanks: 57 Member since: October 2015

    Mein Gedankengang dazu hatte ich eben unter einem anderen Post hier schon geschrieben (@Moritz Naczenski‍ könnte man hier vlt den Post als Sammelthread umwidmen?)

     

    Soweit ich das jetzt erkennen kann, müsste/könnte man folgendermaßen vorgehen:

    Unter Grundeinstellung Steuern müsste man 16% und 5% neu anlegen (Bei mir bisher vorhanden 19, 7, 0).

    Unter Kundengruppen ist bei mir der Haken bei Bruttopreise und Bruttopreise im Shop. D. h. wenn ich den Steuersatz bei den Produkten ändere, ändert sich der Verkaufspreis nicht.

    Dann müsste der Steuersatz bei jedem Produkt geändert werden (und am 31.12. wieder zurück). Geht hoffentlich über Mehrfachänderung. Habe dort den Steuersatz aber nicht gefunden. Überseh ich was?

    Bei Versandkosten wird der Steuersatz automatisch aus dem Steuersatz der Hauptleistung gezogen.

     

    Bei bestehenden Bestellungen kann der Steuersatz bei allen Positionen und den Versandkosten geändert werden. Das wäre ggf. zu machen, wenn eine Bestellung am 25.6. eingeht und erst im Juli bezahlt und verschickt wird. Ist aber eine steuerliche Geschichte, das muss jeder für sich klären.

     

    Was an dem Beschluss noch nicht 100%ig eindeutig ist: Ist das als Bitte zu sehen oder verpflichtend?

    "Die Verbraucher sollen die von der großen Koalition beschlossene Mehrwertsteuer-Senkung in den kommenden Monaten auch im Portemonnaie spüren. Er erwarte, dass die Wirtschaft sie nicht zu ihrem Vorteil nutze, sondern an die Bürger weitergebe, sagte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwochabend nach dem Koalitionsausschuss in Berlin. "

    Ist es dennoch zulässig, den MwSt-Satz zu senken, aber den Endpreis beizubehalten? Würde bedeuten, Händler spart, Kunde nicht.

    Andernfalls, Kunde spart, Händler zahlt drauf, weil die Änderungen im Shop, Buchhaltung usw. zusätzliche Kosten verursachen. Ggf. nach Monaten ohne Umsatz schlecht für die kleinen Händler oder der letzte Sargnagel.

     

    Wenn im Shop Bruttopreise hinterlegt sind, ginge es auch ohne Änderung oder Umstellung auf Nettopreise, wenn man im Warenkorb einen Rabatt von 2,53% oder 1,87% einräumt, den man als Mehrwertsteuerersparnis auszeichnen könnte. Zulässigkeit vorausgesetzt, wäre das weniger zeitintensiv.

  • sonicsonic MemberComments: 2311 Received thanks: 680 Member since: January 2014

    @Toric‍ du gibts im Backend zwar Bruttopreise ein, Shopware hinterlegt diese aber als Nettopreise. Änderst Du nun den Steuersatz 19% in 16% und löscht alle Caches, werden die Artikel danach billiger. Gerade mal durchgespielt. Wenn Du also die Steuersenkung an den Kunden weitergeben möchtest, ist es ganz einfach. Möchtest Du aber die "alten" Bruttopreise behalten - also ein paar Cent mehr einstreichen - hast Du ein Problem.

  • igalvezgiligalvezgil MemberComments: 9 Received thanks: 4 Member since: December 2018

    Hallo,

    wir entwickeln hierfür aktuell ein Plugin. Hier kann man sich zur Veröffentlichung informieren lassen:

    https://www.galvezgil.com/swplugin.php

    Hintergrund:

    -> Die Änderung muss ja zwei Mal erfolgen. Zum 01.07. und 01.01. Pünktlich um 0 Uhr, damit die Rechnungen stimmen.

    -> Außerdem werden die Preise, selbst bei Eingabe als Brutto-Preise, trotzdem immer Netto in der Datenbank gespeichert. Wie @sonic‍  richtig anmerkt. D.h. wenn heute 119€ brutto eingegeben werden, speichert er in der Datenbank 100€. Sobald man den Steuersatz ändert, werden 116€ draus.

    Unser Modul wird es auch ermöglichen die Netto-Preise automatisch so anzuheben um 0 Uhr, dass sich wieder die gleichen Brutto-Preise ergeben (also 102,59€ ca. in diesem Fall)

  • EikeBrandtWarnekeEikeBrandtWarneke ModeratorComments: 2934 Received thanks: 665 edited June 4 Member since: June 2013

    Ich persönlich würde in dieser Zeit nirgendwo einkaufen, der seine Produkte weiterhin zu seinen alten Preisen verkauft. Das ist reine Verarsche des Händlers und Ich denke, dass es sicherlich vielen Verbrauchern so geht.

    Viele Grüße 

  • sonicsonic MemberComments: 2311 Received thanks: 680 edited June 4 Member since: January 2014

    Ja - jeder denkt da so anders, ist aber nicht Grundlage der Diskussion. Und manchmal hat man sogar Vorgaben vom Hersteller für den VK. (ob es nun 9,95EUR oder 9,70EUR wird der Kunde eh kaum vergleichen wollen/können)

  • kraeft21kraeft21 MemberComments: 58 Received thanks: 6 Member since: August 2015

    Also wenn ich bei hinterlegten Bruttopreisen nur den Steuersatz ändere, dann ändert sich auch der hinterlegte Bruttopreis, sprich der Artikel wird günstiger und bekommt einen kurmmen Preis? Weil Shopware nicht von meinem hinterlegten Bruttopreis ausgeht, sondern immer von dem shopwareseitig ausgerechneten Nettopreis? Gut zu wissen. 

    Thanked by 1igalvezgil
  • GesundwürzenGesundwürzen MemberComments: 418 Received thanks: 24 Member since: February 2015

    Wie wärs, im Warenkorb einen Rabatt einzuräumen?

  • drakondrakon MemberComments: 1128 Received thanks: 314 Member since: February 2014

    @EikeBrandtWarneke‍ Glaubst Du wirklich, die zweimalige Ust.Umstellung ist kostenfrei zu haben? Glaubst Du wirklich, die Händler hätten in der Corona-Krise nicht sowieso schon Mehrausgaben und Gewinneinbussen? Was hast Du davon, wenn ein Schwellenpreis von 9,99 auf 9,74 sinkt? Kauft deswegen jemand mehr? Sind nicht Versandkosten und Einkaufspreise in den letzten Monaten teils massiv gestiegen, ohne das dies vollständig an die Kunden weiter gegeben worden wäre?
    Einmal drüber nachdenken, ohne gleich so flache Sprüche raus zu hauen, das würde ich mir wünschen.

  • drakondrakon MemberComments: 1128 Received thanks: 314 Member since: February 2014

    @igalvezgil‍ Euer Plugin ist für viele da sicher eine Hilfe. Aber letztlich hängt die Besteuerung vom Lieferzeitpunkt und nicht vom Zeitpunkt der Order oder der Rechnungsstellung ab. Wenn ich Bestellung aus 06/20 also erst in 07/20 versende (versenden kann), dann gilt bereits der neue Steuersatz. Da kommt noch viel Arbeit auf die Shopbetreiber zu.

    Thanked by 1igalvezgil
  • GesundwürzenGesundwürzen MemberComments: 418 Received thanks: 24 Member since: February 2015

    So würde es doch funktionieren?
    image

  • drakondrakon MemberComments: 1128 Received thanks: 314 Member since: February 2014

    Um die alten Brutto-Preise beizubehalten, würde ich die Preise aller Artikel exportieren, dann die Steuersätze umstellen, danach dann die alten Bruttopreise wieder importieren, das sollte je nach Artikelanzahl nicht übermäßig lang dauern und müßte so funktionieren (ungetestet).

    Thanked by 1Peterpeter
  • igalvezgiligalvezgil MemberComments: 9 Received thanks: 4 Member since: December 2018

    @igalvezgil‍ Euer Plugin ist für viele da sicher eine Hilfe. Aber letztlich hängt die Besteuerung vom Lieferzeitpunkt und nicht vom Zeitpunkt der Order oder der Rechnungsstellung ab. Wenn ich Bestellung aus 06/20 also erst in 07/20 versende (versenden kann), dann gilt bereits der neue Steuersatz. Da kommt noch viel Arbeit auf die Shopbetreiber zu.

    Guter Hinweis. Aber wenn die Rechnung automatisch ausgestellt wird in 06/20 wird die durch Auslieferung in 07/20 doch nicht "falsch"? Wir werden dem nachgehen... ;-)

    Letztlich soll das Plugin auch hauptsächlich das Problem ab dem 01.07. / 01.01. lösen, dann gilt der neue Satz ja in jedem Fall.  Dann muss sich niemand den "Wecker" stellen.

     

  • GesundwürzenGesundwürzen MemberComments: 418 Received thanks: 24 edited June 4 Member since: February 2015

    oder per SQL und das in einen Cronjob gepackt, der um 0:01 Uhr startet.
    $statement = update...set......

  • sonicsonic MemberComments: 2311 Received thanks: 680 Member since: January 2014

    Noch einen Nachtrag zur Schelte von EikeBrandtWarneke:
    Viel Spaß mit Bestellungen, die jeweils vor der Umstellung reinkommen und nach der Umstellung ausgeführt und in Rechnung gestellt werden.
    Von 19% auf 16% wäre ggf. noch machbar, weil Gutschrift z.B. via PayPal getätigt werden können.
    Habe ich aber einen Überhang vom Dezember in den Januar, bleibe ich als Händler auf den Kosten für die höhere Umsatzsteuer sitzen.
    Unter dem Strich bringt eine Preissenkung sicherlich nicht den Mehrumsatz um den Ärger oder die Mehrkosten zu rechtfertigen. Zumindest nicht bei Produkten, bei denen die Steuersenkung im Cent-Bereich liegt. Bei hochpreisigen Produkten sieht dass dann natürlich anders aus. Aber da kommt dann im Januar die fette Steuerkeule für den Händler, wenn Kunde noch schnell am 31.12. den neusten QLED für 3kEUR kauft. Es gibt also durchaus Gründe, für die 6 Monate nicht die Bruttopreise zu senken.

    Der "Überhang" ist mir persönlich aber eh wurscht, weil ich vor meinem Urlaub und über den Jahreswechsel den Shop eh "schließe" Wink

  • bnotebnote MemberComments: 4 Received thanks: 0 Member since: March 2017

    Ich persönlich würde in dieser Zeit nirgendwo einkaufen, der seine Produkte weiterhin zu seinen alten Preisen verkauft. Das ist reine Verarsche des Händlers und Ich denke, dass es sicherlich vielen Verbrauchern so geht.

    Viele Grüße 

    Das geht manchmal aber nicht anders. Wir verkaufen unter dem Buchpreisbindungsgesetz. Nachdem wir in Webshop und Buchhaltung alles selbst geändert haben, müssen wir die Änderung des gebundenen Ladenpreises an alle Grossisten, Verzeichnisdienste und Einzelhändler weitergeben, dazu gibt es gesetzliche Vorlauffristen. Das ist definitiv nicht einzuhalten. Und dann für sechs Monate und dann wieder Rolle rückwärts ... Wir werden die versteckten Mehreinnahmen (die man ja auch mit niedrigeren absetzbaren Vorsteuern für Einkäufe verrechnen muss) spenden.

  • drakondrakon MemberComments: 1128 Received thanks: 314 Member since: February 2014

    Ein typischer Regierungsschnellschuss.

    Gut gemeint war noch fast immer das Gegenteil von gut gemacht!

  • NahtlosShopNahtlosShop MemberComments: 118 Received thanks: 15 Member since: May 2018

    Ich suche mir einen Job, wo ich nur einen Besen bedienen darf :D

     

    Mir hat man mal gesagt: Veränderrungen müssen nicht immer schlecht sein

     

    Kurz danach hat er seinen Job verloren !

  • ToricToric MemberComments: 1039 Received thanks: 57 edited June 4 Member since: October 2015

    @Toric‍ du gibts im Backend zwar Bruttopreise ein, Shopware hinterlegt diese aber als Nettopreise. Änderst Du nun den Steuersatz 19% in 16% und löscht alle Caches, werden die Artikel danach billiger. Gerade mal durchgespielt. Wenn Du also die Steuersenkung an den Kunden weitergeben möchtest, ist es ganz einfach. Möchtest Du aber die "alten" Bruttopreise behalten - also ein paar Cent mehr einstreichen - hast Du ein Problem.

    Schön wärs. Ich hatte es natürlich auch ausprobiert, bevor ich geschrieben habe. Die Bruttopreise ändern sich bei mir eben nicht. Cache gelöscht, kompiliert und dann noch den productionordner und Browsercache gelöscht. Der VK im Shop ändert sich nicht. Auf der Rechnung wird nur der niedrigere Steuersatz ausgewiesen.

    Ich sehe, dass es lt. Doku https://docs.shopware.com/de/shopware-5-de/einstellungen/kundengruppen?category=shopware-5-de/einstellungen so sein sollte, aus irgendeinem Grund ist es aber nicht so. Ergebnis also mehr netto für mich. Das ist lt. derzeitiger Veröffentlichung nicht der Sinn der Sache (siehe Zitat Scholz in meinem ersten Kommentar hier). 

    Angenommen, es wäre, wie in der Doku beschrieben, senkt sich für 6 Monate der Preis entsprechend und mein einziges Problem bzgl. Shopware wäre die Möglichkeit der Mehrfachänderung. Wenn das auch machbar wäre, alles super. Der Rest betrifft Steuerrecht, Buchhaltungssoftware und Steuerformulare.

     

    @drakon Es spielt eine Rolle, ob jemand Soll- oder Istversteuerer ist. Bei den Einen zählt das Leistungsdatum, bei den Anderen der Tag des Geldeingangs. Da muss ich an anderer Stelle auch erst klären, was mit Bestellungen ist, die im Juni reinkommen und mit 19% bestätigt werden und erst im Juli bezahlt werden. Bei Paypal habe ich generell auf Autorisierung gestellt, da kann ich den Betrag bei Einzug manuell redzieren und bei Januar ggf. einfach eine Geldanforderung senden. Bei Kreditkarte und Überweisung ist s was anderes. Muss ich mir eingehend Gedanken machen...

     

    NACHTRAG FÜR @sonic

    Gerade noch etwas anderes versucht. Vorangelegt sind im System die Steuersätze 19%, 7% und 0%. Dazu hatte ich 16% und 5% neu angelegt und im Artikel selbst z.B. 16 % ausgewählt. Das ändert den Bruttopreis im Shop nicht.

    Wenn ich aber die vorhandenen 19% und 7% mit 16/5 überschreibe, ändert sich der VK-Preis entsprechend.

    Ob das nun so richtig ist? Zumindest ist das Überschreiben der vorhandenen Steuersätze nicht die Lösung, denn dann ändern sich die Steuersätze in den bereits bestehenden Bestellungen auch.

  • sonicsonic MemberComments: 2311 Received thanks: 680 edited June 4 Member since: January 2014

    Ich habe es auf zwei Wege gemacht:
    1) Steuersatz 19% umbenannt und auf 16 geändert - Preis gesunken
    2) Steuersatz 19% eine Sonderregeleung für Kundengruppe EK von 16 hinterlegt => Preis gesunken

    Jedesmal "Shopware Konfiguration"-Cache geleert!

    Den Weg über "neuen Steuersatz" und dann dem Artikel zuordnen habe ich jetzt nicht gemacht, wäre mir zuviel Aufwand, alle Artikel zu ändern.

    *hmm* - die Werte werden doch fest in die orders geschrieben - ändern sich da wirklich auch die Steuern bei Alt-Bestellungen? Dürfte eigentlich nicht sein - wäre ja ein grober Bug in Shopware.

    Edit: *fck* Du hast Recht mit den alten Bestellungen.
    Zurück auf LOS - wenn ich geahnt hätte, dass eine einfache Steueränderung bei Shopware so problematisch ist...
     

  • ToricToric MemberComments: 1039 Received thanks: 57 Member since: October 2015

    Dann schau mal rein @sonic‍ dein 1) hab ich eben versucht. Wenn du alte Bestellungen öffnest, steht bei den Artikeln 16% statt 19%, bei Zahlartrabatt o.ä. bleiben die aber 19% stehen. Wenn ich auf Rechnung Vorschau klicke, steht da 19%. Nachgerechnet hab ich jetzt noch nicht, welcher Steuersatz tatsächlich berücksichtigt wurde. Gespeicherte Belege werden sich wohl nicht ändern. Aber auch das Vorgenannte wäre ungünstig und verwirrend.

    Dein 2) sagt mir grad nix, das muss ich mal ansehen. Ich habe nur die zwei Steuersätze und eine Kundengruppe, da musste ich glaube ich nie Einstellungen vornehmen - außer bei einzelnen Artikeln die 7% auswählen.

  • sonicsonic MemberComments: 2311 Received thanks: 680 edited June 4 Member since: January 2014

    Jo, ich bin dann mal bei Dir - wieder mal was gelernt ;-)
    Also: Habe ich "Bruttopreise" und änder im Artikel den Steuersatz, wird wohl der hinterlegte Netto-Preis neu berechnet, damit auch mit 16% der alte Bruttobetrag stimmt.
    Für mich wäre das jetzt so OK, für Dich wohl eher nicht.
    Damit kommt aber das nächste Problem:
    In der Mehrfachänderung kann ich auf die Schnelle nicht TAX oder so finden. Und wenn doch, fällt Shopware ja immer wieder damit auf, dass Berechnungen und Aktualisierungen, die beim "Speichern" ausgeführt werden, bei der Mehrfachänderung nicht durchgeführt werden.

    Ich habe jetzt aber ehrlich keine Lust, alle Artikel händisch neu zu speichern!

    Also: Ändert man den vorhandenen Steuersatz, werden die Artikel billiger, alte Bestellungen haben dann aber völlig falsche Preise. Führt man einen neuen Steuersatz ein, muss man (womöglich) alle Artikel neu speichern, aber die alten Bruttopreise sind dann auch die neuen Bruttopreise.

    Jetzt müsste ich gucken, wo ich lande, wenn ich zunächst die Preise im backend auf Netto umstelle, händisch alle Artikel den Steuersatz änder, und dann wieder auf Brutto stelle.

    Was für ein Murks. Politischer Aktionismus trifft auf veraltete Software (wobei ich nicht glaube, dass SW6 da besser aufgestellt ist)

    Will man die Preise senken, wird wohl der beste Weg sein, den Steuersatz direkt per SQL zu ändern, dann dürften die alten Netto-Preise erhalten bleiben Sticking-out-tongue

  • kraeft21kraeft21 MemberComments: 58 Received thanks: 6 Member since: August 2015

    Ich hatte das bei uns im Testshop auch ausprobiert und den von Shopware angelegten Steuersatz von 19% auf 16% geändert. Und in der Tat werden alle Bruttopreise reduziert, da der Preis ja als Netto in der DB gespeichert wird und dann neu berechnet wird.

    Ich habe nun auch mal in die Altbestellungen reingeschaut. Da steht dann tatsächlich auch 16 %, weil der Name des Steuersatzes sich über die taxID aus der s_core_tax geholt wird. Die tax_rate steht bei den Altebstellungen in der Datenbank aber weiterhin auf 19, d.h. die Preise bzw. der Betrag der Bestellung verändert sich nicht, nur die Bezeichnung.

     

    Also der sauberste Weg wäre die Steuersätze 16 und 5 neu anzulegen und dann alle Artikel auf diese Steuersätze ab 1. Juli umzustellen (und auch die Versandkosten nicht vergessen, die stehen vermutlich auch "höchster"? Und dann an Neujahr wieder zurück?

    Wird es da eine Handlungsempfehlung seitens Shopware geben?  

    Thanked by 2Gesundwürzen sonic
  • GesundwürzenGesundwürzen MemberComments: 418 Received thanks: 24 Member since: February 2015

     

    Will man die Preise senken, wird wohl der beste Weg sein, den Steuersatz direkt per SQL zu ändern, dann dürften die alten Netto-Preise erhalten bleiben Sticking-out-tongue

    Genau das hatte ich weiter oben schon vorgeschlagen.

     

    Thanked by 1sonic
  • NahtlosShopNahtlosShop MemberComments: 118 Received thanks: 15 Member since: May 2018

    Vielleicht ist Shopware ja so hilfsbereit und erstellt ein FIX/Plugin, zur Verfügung.

     

    Neue Probleme = neue Sorgen.

     

    Warten wir mal ab.

  • NahtlosShopNahtlosShop MemberComments: 118 Received thanks: 15 Member since: May 2018

    @kraeft21

     

    In der DB ja, aber sind die Rg., nicht ausschlaggebend ?

     

    Die ändert sich ja nicht.

    Ich sehe vielmehr Probleme in der WaWi & dazugehörige Programme.

  • sonicsonic MemberComments: 2311 Received thanks: 680 edited June 4 Member since: January 2014

    Naja - die Umsatzssteuer hat sich ja schon mehr als einmal geändert. Grundsätzlich sollte man (und eine Software erst recht) damit umgehen können.
    Erstaunlicher finde ich, dass der selbsternannte Innovations-Marktführer da im Shop keinen Weg für vorgesehen hat.
    1) Massenänderung aller Steuerklassen von A nach B OHNE Nettopreisneuberechnung
    2) Massenänderung aller Steuerklassen von A nach B MIT Nettopreisneuberechnung

    Kann mich dunkel an Zeiten erinnern, da war die Umsatzsteuer noch bei 16%. Die letzte Erhöhung auf 19% war wohl 1998 - die Gründer und Entwickler von Shopware können also nicht geahnt haben, dass sich da mal was ändert - war ja vor deren Zeit im letzten Jahrtausend Sticking-out-tongue

    Thanked by 1intex
  • ToricToric MemberComments: 1039 Received thanks: 57 edited June 4 Member since: October 2015

    @sonic‍ ich habe getestet:
    Standardsteuersatz von 19% auf 16%, führt zur Preisreduzierung beim VK-Preis.
    Die frühreren Bestellungen werden unter Positionen mit dem falschen Steuersatz gezeigt. Bereits generierte Dokumente UND auch für alte Bestellungen neu generierte Dokumente enthalten den Steuersatz zum Zeitpunkt der Bestellung, Berechnung auch korrekt. Scheinbar ist nur die Anzeige im Reiter Positionen dann falsch.

    D. h. ab Januar 2021 haben die Bestellungen der letzten 6 Monate in der Detailansicht einen falschen Steuersatz angezeigt, aber richtig berechnet und auf Belegen ausgewiesen.

    Wenn es da keinen anderen Haken gibt, den ich noch nicht sehe, könnte ich damit leben. Die 2-3 Cent je Artikel gönn ich dann dem Kunden und er freut sich, weil er denkt, er hätte was gespart. Wie bei kostenlosem Versand und der kostenlosen Zahlart Paypal auch ;-)


    Bei den neu angelegten Steuersätzen 16 und 5 habe ich das oben beschriebene Problem. Ich finde keine Möglichkeit bei der Mehrfachänderung. Ändere ich einen Artikel manuell, wird der Preis im Frontend nicht reduziert.

    So gesehen hätten wir zwei Möglichkeiten - jenachdem ob der Händler den Endpreis senken will oder nicht. In den nächsten Tagen/Wochen wird sich zeigen, ob die Preissenkung im VK verpflichtend oder freiwillig ist.

    @kraeft21
    Die Versandkosten sollten den Mwst-Satz eigentlich aus der Hauptleistung ziehen. War auch bei meinem Test so (also die beiden gerade beschriebenen Varianten). Hast du in einer Rechnung versch. Steuersätze, muss das System den ansetzen mit dem höchsten Warenwert. (Vielleicht ist das auch das von dir gemeinte "höchster")

     

     

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