sfxonsfxon MitgliedKommentare: 1 Danke erhalten: 0 Mitglied seit: 26. März bearbeitet 7. November

Hallo Shopware Community,

gerade eben habe ich den Shopware Newsletter bekommen und die Gelegenheit genutzt, um mir Shopware Playground anzusehen.

Nun bin ich im ersten Moment stark verunsichert, was sich hier gerade entwickelt. Ich komme eigentlich von einem anderen Open Source System, und wir haben vor wenigen Tagen die strategische Entscheidung getroffen, sehr viel stärker auf Shopware zu setzen.

Allerdings habe ich bei der Ankündigung von Shopware Playground gerade Magenschmerzen bekommen. Es freut mich, dass das Umsetzen von Lösungsansätzen damit so einfach geht. Es sieht ja tatsächlich nach Klick & Start aus. Der Shop-Betreiber pflegt einfach seine Produkte ein und startet eine Instanz. Wenn das noch zu günstigen Preisen geschieht, wird das wohl richtig gut ankommen. ABER: Wo bleibt der unabhängige Entwickler oder die Agentur?

-Administrative Aufgaben werden wohl entfallen

-Wird das Frontend noch ein Template-System bleiben, oder werden wir über kurz oder lang auch hier eine vereinheitlichte Oberfläche zu sehen bekommen, die nur noch mit kleinen minimalen Anpassungen versehen wird?

-Wird es sich noch lohnen, Plugins zu entwickeln, oder wird dieser Teil von Shopware schon so sehr vereinnahmt, dass es quasi nicht mehr nötig ist. Das zumindest kommuniziert das Video sehr stark: Shopware selbst geht auf alle Grundbedürfnisse stärker ein. Hört sich für mich so an, als würde man dann Plugins einfach "selbst bei Shopware" entwickeln, wenn man sieht, dass die Community sehr großen Gefallen daran findet.

 

Freut mich ja, dass alles einfacher wird. Freut mich auch für Shopware, dass man damit sicher noch weitere Kunden binden kann.
Verunsichert bin ich trotzdem..

Was denkt ihr darüber aus Sicht der Entwickler? Wird man uns abschaffen?

Antworten

  • ShopwareianerShopwareianer MitgliedKommentare: 3130 Danke erhalten: 551 bearbeitet 7. November Mitglied seit: November 2013

    Entwickler abschaffen? Wohl kaum Angry-Face

    Das Backend ist soweit ja noch gar nicht wirklich zugänglich. Wie man später Erweiterungen/Plugins programmiert wissen wir wohl aktuell noch nicht. Keine Ahnung ob Shopware selbst dazu schon näheres weiß, wie sie sich das vorstellen.

    Aber gerade durch den API-first Ansatz eröffnen sich hier ja ganz neue Möglichkeiten für Entwickler. Als Entwickler wird man hier defnitiv natürlich nicht abgeschafft. 

    Wie kommst du darauf?

    Der Playground ist aktuell ja noch im ganz frühen Stadium, wirklich sehr viel kann man da aktuell ja noch nicht machen.

    Aber die API gibt ja schon einmal einen ersten Ansatz, wo es in Zukunft hin geht.

    Über das Frontend haben die sich soweit ich weiß noch keine wirklichen Gedanken gemacht, ich glaube hier wird wohl auch erst einmal das Responsive Theme weiter verwendet. Aber durch die API welche zu 100% alles abbildet ... das freut gerade mich als Frontendler. Single Page Applications / React / Vue & Co wird dann für das Frontend alles kein Problem sein, da man eben pronzipiell völlig unabhängig ist.

    Ich glaube aktuell gibt es noch keinen wirklichen Zeitrahmen, wann das ganze tatsächlich kommt. Vielleicht gehen sie ja auch einen Ansatz ähnlich wie Shopify mit den APPs, worüber man dann die Administration eben erweitern kann. Wer weiß, wäre aber mal gut zu wissen, wie Shopware sich das in Zukunft vorstellt mit Plugins :)

    Du kannst dir auf YouTube auch mal die Widerholung vom Livestream anschauen, da werden einige solche Fragen behandelt -> 

    oder auch hier -> 

     

    Danke von 1sfxon
  • brettvormkoppbrettvormkopp MitgliedKommentare: 1254 Danke erhalten: 268 Mitglied seit: März 2013

    Lies dir mal diesen Artikel durch, dann weisst du wohin die Reise geht. https://venturebeat.com/2017/10/31/reaction-commerce-raises-8-5-million/ 

    Für mich macht diese Form des Onlineshops keinen Sinn. Es wäre aber durchaus für 50% meiner betreuten Händlershops interessant. Aber die könnten dann auch genausogut zu ReactCommerce oder Shopify wechseln. Kann es sein dass Shopgate auch schon diesen Schritt gegangen ist? PaaS ist halt wieder am erstarken. ePages, Intershop machen das ja schon immer... zwar hässlich und closed, aber die müssen sich ja nur öffnen.

    Zu den Plugins muss ich sagen, dass ich nicht schon wieder eine neue Pluginstruktur lernen will. Erst die alte bis 5.2,  dann diese Lighweightgeschichte, jetzt die neue ab 5.2 und dann wieder eine neue für 6 ? Meine Güte, wie ist der Fahrplan?

    Shopware 4 Doku: Unvollständig, teilweise kuriose Fehler, gelöschtes Einträge
    Shopware 5 Doku: grauenvolles Englisch, kaum Inhalte bei unnötig viel Text, unvollständige/gemixte Beispiele
    Shopware Playground (6?) Doku: fängt wieder an wie Doku 5

    Wird man uns abschalten: denke ich nicht. aber es wäre durchaus mit der "falschen" Lizenz oder per Knopfdruck möglich. Möglichweise ist diese "Playground" Geschichte auch nur ein Nebengleis. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier große Shops und Individualisten mitziehen werden.

    Danke von 1sfxon
  • ShopwareianerShopwareianer MitgliedKommentare: 3130 Danke erhalten: 551 bearbeitet 7. November Mitglied seit: November 2013

    ReactCommerce schaut ja auch cool aus, kannte ich noch gar nicht Thumb-Up :)

    Naja auf Shopify wechseln: Hatte ich ja schon im anderen Thema geschrieben. Prinzipiell finde ich Shopify ganz gut, aber das man da nicht einmal Freitextfelder/Custom Post Types vom Core her ohne Probleme bereitstellen und verarbeiten kann ... Dat isn Witz ... Und die Mehrsprachigkeit / Subshops ebenso. Mir ist das Peng, ich hab keinen Shop. Aber das mit den Custom Post Types da war ich erstmal baff, dass die da nix haben. Machen Milliarden Umsätze und haben nicht einmal ein solches Feature ... -.-

    Ich kenne einige Agenturen welche bei etwas individuelleren Umsetzungen und gerade bei "Enterprise" Kunden auch auf Spryker setzen. Soll wohl auch ganz Sahne sein. Okay, geht da ab 2.000 EUR pro Moant los, wird wohl für die wenigsten etwas sein :D

    Und neue Plugin Struktur bei Shopware: Nunja ... Halte ich persönlich nicht für ganz so wild. Denn auch bei Shopware 5 wurde ja noch massig aus Shopware 4 mitgeschleppt usw. Der Code ist teilweise auch nicht dufte und die DB Struktur teilweise auch nicht. Ein komplett neuer Core mit dem Wissen was man über die Jahre aufgesaugt hat und auf den neusten Stand der Technik halte ich gar nicht für so verkehrt. Besser einmal komplett neu, anstatt ständig überall nur was reparieren zu müssen Angry-Face

    Auf jeden Fall kein kakk ExtJs mehr ... Alleine deshalb kann man sich schon auf die neue Version freuen Angry-FaceGrinWearing-Sunglasses

    Danke von 1sfxon
  • sfxonsfxon MitgliedKommentare: 1 Danke erhalten: 0 bearbeitet 7. November Mitglied seit: 26. März

    Vielen Dank für Eure Meinungen.

    Ich erinnere mich noch an die Zeit als ein XT:Commerce die halbe Shop-Entwickler Szene in unserer Region mit seinem Open Source Ansatz auseinandergerissen hat, und wie es dann doch relativ schnell wieder aus dem Sichtbarkeitsbereich fast verschwand. Ich muss sowas als Dienstleister auf jeden Fall rechtzeitig hinterfragen und mich weiterentwickeln, sonst stehe ich irgendwann da und weiß gar nicht mehr was da los ist.

    Deshalb frage ich mich unter anderem, wieviel Sinn es macht, noch Plugins für Shopware 5 zu entwickeln, wenn da so viel neues in der Pipeline steht. Es geht auf jeden Fall zügig voran. Das ist sehr wahrscheinlich gut für das Produkt, sorgt aber auch für Unsicherheit. Wenn ich nur das Promo Video betrachte, sieht es so aus, als wäre da schon bald viel möglich.

    ReactCommerce ist mir auch neu. Spryker ist ja aufgrund seiner Preisklasse auch eher etwas für größere Konzerne - kann sich dort aber gut entfalten. Dann bezahlst Du eben für Spryker, statt weitere 4 Entwickler einzustellen. Das rechnet sich sehr schnell. Und für Standard-Tasks wird die Entwicklung damit wirklich stark reduziert. Playground erinnert mich auch tatsächlich daran. Wirkt laut der Demo wie ein Spryker in Klicki-Bunt. Wenn das dann noch günstig für den Betreiber ist, könnte es sich gut etablieren..

    Ich schätze schon, dass sich der Markt in den nächsten 10 Jahren sehr verändern wird. Ich kann nur noch überhaupt nicht abschätzen, was da wirklich passieren wird. Automatisierung wird früher oder später auch unsere Branche treffen. Und das hier ist sicher ein Weg dorthin..

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